PfadnavigationHomePolitikDeutschlandSchleswig-Holstein„Völlig falsches Signal“ – Kritik an Freistellung von Muslimen an FeiertagenVeröffentlicht am 29.09.2025Muslime in Schleswig-Holstein können sich künftig zum Beginn des Ramadan und des Opferfestes freinehmen. Allerdings haben „Muslime auch an christlichen Feiertagen frei“, gibt Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter zu bedenken.Schleswig-Holstein erlaubt Muslimen als Beamte, Beschäftigte oder Schüler die Freistellung an zwei Feiertagen. Der Vertrag stößt bei der Opposition auf Kritik, wie auch die Regelungen zur Iman-Ausbildung.Die Freistellung von Beamten, Beschäftigten und Schülern muslimischen Glaubens in Schleswig-Holstein an zwei islamischen Feiertagen stößt auf Kritik der FDP. „Wir haben großen Respekt vor den verschiedenen Religionen und ihren Feiertagen, aber wir sind der Meinung, dass Schulunterricht nicht aus religiösen Gründen verpasst werden sollte“, sagte Landtagsfraktionschef Christopher Vogt. „Das ist das völlig falsche Signal.“In der vergangenen Woche war ein entsprechender Vertrag zwischen dem Land und dem Landesverband der Islamischen Kulturzentren Norddeutschland bekannt geworden. Laut Kulturministerium gilt die geschlossene Vereinbarung jeweils für den ersten Tag des Ramadan- und des Opferfestes. Der Vertrag schaffe eine rechtliche Absicherung der bisher gelebten Praxis. Er unterstreicht zudem das Recht des Landesverbands, eigene Bildungs- und Kultureinrichtungen zu betreiben sowie Imame auszubilden.Lesen Sie auchAuch die Regelung zur Ausbildung der Imame stört die Oppositionsfraktion. „Ein wichtiger Punkt ist auch die Imam-Ausbildung, die wir nicht weiterhin ausländischen Regierungen überlassen sollten“, sagte Vogt.dpa/sebe