PfadnavigationHomePanoramaBautzen„Da war so viel Blut“ – Augenzeugin berichtet vom tödlichen Sturz der Zirkus-ArtistinVeröffentlicht am 30.09.2025Lesedauer: 3 MinutenPolizisten stehen vor dem ZirkuszeltQuelle: Sebastian Kahnert/dpaAm Wochenende ist eine 27 Jahre alte Artistin während der Show im Zirkus „Circus Paul Busch“ gestorben. Sie stürzte aus fünf Metern Höhe direkt auf den Kopf. Sämtliche Geräte und die zugehörigen Seile sind sichergestellt worden, die Polizei ermittelt.Nach dem tödlichen Absturz einer Artistin während einer Zirkusvorstellung in Bautzen konzentrieren sich die Ermittler nun auf die Ursache. Am Montag verschafften sich Staatsanwaltschaft, Gewerbeamt und Berufsgenossenschaft einen Überblick des Unfallortes, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte. Sämtliche Geräte wie das Trapez und die zugehörigen Seile seien sichergestellt worden.Nach wie vor sei davon auszugehen, dass es sich um einen tragischen Unfall gehandelt habe, Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Straftat gebe es nicht, betonte der Polizeisprecher. Es stünden aber noch die Ermittlungen der Kriminaltechniker und die Auswertung der Zeugenvernehmungen an. Zudem sei die Obduktion der Leiche angeordnet worden.Die 27 Jahre alte Spanierin war am Samstagnachmittag während der Familienvorstellung aus etwa fünf Metern vom Trapez gestürzt und starb noch an der Unfallstelle. In der Vorstellung saßen knapp 100 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern.Die Artistin hatte kopfüber an dem Trapez gehangen, als sie plötzlich abgestürzt war, wie der Polizeisprecher erläuterte. Sie sei wohl direkt auf den Kopf gefallen. Ein Hindernis oder eine andere Person hätten sich während der Vorführung nicht in der Manege befunden.Eine Augenzeugin berichtete, dass sehr schnell klar gewesen sei, dass der Artistin nach dem Sturz nicht zu helfen gewesen sei. „Da war so viel Blut und auch eine schwere Verletzung an der Schläfe“, sagte eine Krankenschwester, die mit ihrer Enkelin die Vorstellung besucht hatte, einem dpa-Reporter. Sie habe der Sechsjährigen gesagt, sie solle auf ihrem Platz sitzen bleiben und in die andere Richtung schauen.Lesen Sie auchEin Kriseninterventionsteam hatte sich am Wochenende um die Zirkusmitarbeiter und die Besucher, die den dramatischen Unfall mitangesehen hatten, gekümmert. Die entsprechende Hotline sei „heißgelaufen“, sagte der Polizeisprecher.Etwa 40 Menschen durch Kriseninterventionsteam betreutNach Angaben des Landratsamtes hatten am Wochenende etwa 40 Menschen das Angebot der psychosozialen Notfallversorgung in Anspruch genommen. Das Team unterstützt Betroffene in der Akutphase bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse, wie eine Sprecherin sagte. Ziel sei es, die Betroffenen emotional zu stabilisieren, das soziale Umfeld – vor allem die Angehörigen – zu verständigen und weiterführende Hilfsangebote aufzuzeigen. So sollen langfristige seelische Schäden wie posttraumatische Belastungsstörungen vermieden werden.Auch die Krankenschwester suchte mit ihrer Enkelin nach dem Unfall das Gespräch mit dem Kriseninterventionsteam. Sie habe in ihrem Beruf schon viel gesehen, auch Tote, aber dieser Anblick habe sie doch sehr mitgenommen, sagte sie. Im Anschluss habe sie mit ihrer Enkelin über die schönen Dinge an dem Tag gesprochen: „Über die Tiere und so etwas. Sie ist auf einem Kamel geritten. Wir werden sehen, wie es geht.“dpa/jm
Zirkus in Bautzen: „Da war so viel Blut“ – Augenzeugin berichtet vom tödlichen Sturz - WELT
Am Wochenende ist eine 27 Jahre alte Artistin während der Show im Zirkus „Circus Paul Busch“ gestorben. Sie stürzte aus fünf Metern Höhe direkt auf den Kopf. Sämtliche Geräte und die zugehörigen Seile sind sichergestellt worden, die Polizei ermittelt.






