PfadnavigationHomePanorama„Tumultlage“ in GelsenkirchenMesser, Elektroschocker und Baseballschläger – 56-Jähriger stirbt nach MassenschlägereiVeröffentlicht am 29.09.2025Lesedauer: 3 MinutenBei einer Massenschlägerei in Gelsenkirchen ist ein 56-Jähriger ums Leben gekommen, rund 30 Personen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Messer, Elektroschocker und Baseballschläger kamen zum Einsatz. Die Polizei prüft Clan-Kriminalität als Hintergrund.Bei einem Kampf auf der Straße in Gelsenkirchen ist ein Mann nach Stichverletzungen gestorben. Drei weitere Menschen wurden lebensgefährlich verletzt. Laut den Ermittlern soll es sich um einen Konflikt innerhalb einer deutsch-türkischen Familie handeln.Nach einer blutigen Massenschlägerei unter bis zu 30 Menschen in Gelsenkirchen ist ein 56-Jähriger im Krankenhaus gestorben. Er habe tödliche Stichverletzungen erlitten, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft auf Nachfrage mit. Drei weitere Menschen waren lebensgefährlich verletzt worden. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über das Todesopfer berichtet. Am Sonntagabend war im Stadtteil Gelsenkirchen-Bismarck die Gewalt zwischen zwei Gruppen eskaliert. Die Polizei schließt Clankriminalität nicht aus. Ersten Angaben zufolge waren 20 bis 30 Menschen in die Auseinandersetzung verwickelt. Nach bisherigen Ermittlungen handele es sich bei dem Tumult um den Höhepunkt eines schon länger schwelenden Konflikts innerhalb einer deutsch-türkischen Familie. Zuvor war von einem Streit zwischen zwei Großfamilien die Rede gewesen. Schon in der Vergangenheit sei die Polizei wegen eskalierender Streitigkeiten vor Ort im Einsatz gewesen. Die Beteiligten hätten entweder die deutsche, die türkische oder beide Staatsangehörigkeiten.Die Polizei berichtete, dass Messer, Elektroschocker und Baseballschläger zum Einsatz gekommen seien und sprach von einer „Tumultlage“. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Am Tatort waren drei Männer im Alter von 16, 29 und 52 Jahren sowie drei Frauen im Alter von 25, 28 und 50 Jahren vorläufig festgenommen worden. Am Montag berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft von einem siebten Tatverdächtigen im Alter von 24 Jahren, der im Zuge der Ermittlungen ins Visier geraten war. Lesen Sie auchAktuell werde geprüft, wer bei dem Vorfall welche Rolle gespielt habe, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dazu sollten die Tatverdächtigen im Laufe des heutigen Tages vernommen werden. Danach werde zu entscheiden sein, wer einem Haftrichter vorgeführt werden soll. Der genaue Ablauf des Geschehens sowie die weiteren Hintergründe seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen einer Mordkommission. Aus Sicherheitskreisen hieß es, die beteiligte Familie sei nicht einem kriminellen Clan zuzurechnen. Der blutige Streit habe vermutlich private Motive. So soll das Familienoberhaupt einen Teil der Familie aus der Gemeinschaft ausgeschlossen haben. Dies sei nicht akzeptiert worden und habe schon in den vergangenen Tagen zu Körperverletzungen geführt, bevor die Gewalt am Sonntagabend eskaliert sei. Am Abend war die Polizei mit einem Großaufgebot ausgerückt und hatte den Tatort für die Spurensuche weiträumig abgesperrt. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Nach den ersten Maßnahmen in der Nacht seien am Montag noch einmal Beamte bei Tageslicht am Tatort gewesen. Dabei seien weitere mögliche Beweisstücke sichergestellt worden, wie etwa ein Teil einer Krücke, die als Waffe gedient haben könnte, sagte ein Sprecher der Polizei. Am kommenden Donnerstag soll der Fall auch Thema im Düsseldorfer Landtag werden. Die AfD hat eine sogenannte Aktuelle Viertelstunde im Innenausschuss beantragt, bei der die Landesregierung den Stand der Ermittlungen berichten soll.dpa/fro/jm
Gelsenkirchen: Messer, Elektroschocker und Baseballschläger – 56-Jähriger stirbt nach Massenschlägerei - WELT
Bei einem Kampf auf der Straße in Gelsenkirchen ist ein Mann nach Stichverletzungen gestorben. Drei weitere Menschen wurden lebensgefährlich verletzt. Laut den Ermittlern soll es sich um einen Konflikt innerhalb einer deutsch-türkischen Familie handeln.






