PfadnavigationHomePanoramaMichiganMann rast mit dem Auto in eine Kirche, schießt um sich und setzt alles in BrandVeröffentlicht am 29.09.2025Lesedauer: 3 MinutenNach dem Angriff auf eine Kirche in Michigan sind mindestens vier Menschen tot, darunter der mutmaßliche Täter. Das FBI geht von einer gezielten Tat aus, das Motiv ist unklar. Michael Wüllenweber berichtet bei WELT TV.Ein Mann eröffnete während eines Sonntagsgottesdienstes das Feuer in einer Kirche in Michigan und setzte das Gebäude in Brand. Dabei tötete er mindestens vier Menschen und verletzte acht weitere, bevor die Polizei ihn erschoss. US-Präsident Trump ist entsetzt.Der Attentäter rammt erst sein Fahrzeug in die Kirche, dann feuert er mit einer automatischen Waffe auf die Gläubigen. Schließlich setzt er wohl auch noch das Gotteshaus „Jesus Christ of Latter-day Saints“ in Grand Blanc Township im Bundesstaat Michigan in Brand. Am Ende dieses brutalen Attentats am Sonntagvormittag (Ortszeit) zählen die Behörden mindestens vier Tote und acht Verletzte. Mindestens zehn Menschen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.Der mutmaßliche Attentäter, ein 40 Jahre alter Mann aus dem Nachbarort Burton, kam bei einem Feuergefecht mit den Sicherheitskräften ums Leben. Es handele sich bei Thomas Jacob Sanford um einen US-Veteranen aus dem Irak-Krieg, berichtet der Sender ABC. Der Täter hatte einige Sprengsätze dabei und habe für das Feuer einen Brandbeschleuniger benutzt, sagte James Deir, ein leitender Sonderermittler. Er geht von Benzin aus. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann anschließend das Gebäude „absichtlich in Brand gesetzt“ hat, so Polizeichef William Renye.Die Hintergründe und Ausmaße der aktuellen Tat sind noch nicht absehbar. Die Behörden vermuten, dass in der völlig niedergebrannten Kirche in Grand Blanc Township – gut eine Stunde von Detroit entfernt – noch Leichen von Gottesdienstteilnehmern entdeckt werden könnten. Es sei zu befürchten, dass es nicht mehr alle rechtzeitig aus dem lichterloh brennenden Gebäude geschafft hätten.„Eine schreckliche Situation in Michigan“Die Polizei sperrte die Straße ab, in der Thomas Jacob Sanford lebte. Ermittler durchsuchten seine Wohnung. Details über den Verdächtigen und über die Motive gab die Polizei bislang nicht bekannt. Auch ob er Mitglied der Kirche gewesen sei, ist nicht bekannt.Lesen Sie auchDie Beamten reagierten auf einen Notruf und waren in nicht einmal einer Minute an der Kirche. Sieben Minuten später erschossen sie dort den Schützen, sagte Renye. Nachdem der Verdächtige die Kirche verlassen habe, verfolgten ihn zwei Beamte und „lieferten sich ein Feuergefecht“, sagte der Polizeichef.Lokale Medien berichten, einige Teilnehmer des Gottesdienstes hätten sich nach dem Eintreffen des Attentäters schützend vor Kinder gestellt. „Eine schreckliche Situation in Michigan“, schrieb US-Vizepräsident J.D. Vance auf X. „Das FBI ist vor Ort und die gesamte Regierung beobachtet die Lage.“ Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer erklärte, die Nachricht sei für die Gemeinde Grand Blanc herzzerreißend.Trump: „Diese Epidemie der Gewalt in unserem Land muss sofort enden!“Es war das jüngste einer Reihe von Attentaten auf Gotteshäuser in den USA in den letzten 20 Jahren. Erst im August wurden zwei Kinder während der Messe in der Church of the Annunciation in Minneapolis getötet. Bei dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich um eine Transperson. Präsident Donald Trump sagte, er sei über den Schusswaffenangriff informiert worden. In einem Beitrag in den sozialen Medien lobte er das FBI, das laut lokalen Behörden 100 Agenten in die Gegend geschickt hatte. „Betet für die Opfer und ihre Familien. Diese Epidemie der Gewalt in unserem Land muss sofort enden!“, schrieb Trump.Die „New York Times“ berichtete am Abend unter Berufung auf die Michigan State Police, dass es „weitere Bombendrohungen“ an verschiedenen Orten in der Region gegeben habe. Einige davon hätten andere Kirchen betroffen. AP/fro/ceb