PfadnavigationHomeSportDartsSchindler schreibt GeschichteDeutschland hat seinen ersten Top-16-SpielerVeröffentlicht am 29.09.2025Lesedauer: 5 MinutenFür den World Grand Prix gesetzt: Martin Schindler genügte in Basel ein Sieg zum Sprung auf Platz 16 der WeltranglisteQuelle: picture alliance/dpa/Kessler-Sportfotografie/Jürgen KesslerDartsprofi Martin Schindler hat den nächsten Meilenstein erreicht. Und die Konsequenzen seines Erfolgs werden direkt sichtbar. Die Geschichte des Wochenendes schrieb ein Norweger, der sensationell ins Halbfinale stürmte und seinen Sohn zu Tränen rührte.Es war 21:10 Uhr am Sonntagabend, 28. September 2025, als in Basel deutsche Dartsgeschichte geschrieben wurde. Zwar standen bei der Swiss Darts Trophy mit Stephen Bunting und Gian van Veen gerade ein Engländer und ein Niederländer auf der Bühne, doch als Buntings Dart in der Doppel-12 zum 7:6-Halbfinalsieg steckenblieb, stand fest, dass erstmals ein deutscher Spieler in den Top 16 der Order of Merit steht.Dass Martin Schindler diesen Meilenstein erreichen würde, hatte sich seit Monaten abgezeichnet, lediglich die Frage des Zeitpunkts blieb offen. Der 29-Jährige war am Wochenende ebenfalls in die Schweiz gereist und hatte mit seinem 6:2-Erfolg am Samstagabend den Grundstein für den Sprung auf Rang 16 der Weltrangliste gelegt. Nach seinem Aus im Achtelfinale gegen Jonny Clayton war jedoch klar, dass er noch zittern musste. Ein Finaleinzug van Veens hätte ihn wieder auf Platz 17 fallen lassen. Van Veen vergibt MatchdartUnd der Niederländer machte es spannend und stand nach deutlichen Erfolgen gegen die Engländer Ryan Joyce und Rob Cross (jeweils 6:2) im Halbfinale. Selbst einen 0:4-Rückstand gegen Bunting holte er auf, überstand beim Stand von 5:6 drei Matchdarts und hatte dann im Decider Anwurf. Van Veen vergab seinen Versuch auf der Doppel-16 jedoch und musste seinem Gegner dann dabei zusehen, wie dieser auf der Doppel-12 über die Ziellinie lief.Ein bisschen Glück also für Schindler, dem Meilensteine wie dieser eigentlich nichts bedeuten. In diesem Fall allerdings dürfte das anders sein. Sein 16. Platz ist gleichbedeutend mit dem Sprung auf die Setzliste des nächsten Majorturniers. Vom 6. bis 12. Oktober wird in Leicester der World Grand Prix gespielt, und „The Wall“ geht in der ersten Runde nun den Topspielern aus dem Weg. Clayton erneut Endstation für SchindlerAuch auf Jonny Clayton, die Nummer sechs der Welt, wird er damit erst im Turnierverlauf treffen können. Der Waliser spielte am frühen Sonntagnachmittag gegen Schindler einmal mehr groß auf. Bereits beim Masters im Januar, wie auch beim World Matchplay im Sommer hatte „The Ferret“ mit herausragenden Leistungen Schindler den Zahn gezogen. Der Deutsche konnte nur zwei der sieben Duelle in diesem Jahr für sich entscheiden.So auch im Achtelfinale von Basel. Schindler spielt in den ersten beiden Legs einen Average von 112 Punkten, lag aber mit 0:2 zurück. Clayton hatte in elf und 15 Darts gecheckt und stand bei einem Punkteschnitt von 125. Schindler checkte in 13 Darts zum 1:2, Clayton konterte jedoch abermals mit einem 151er-Finish. Pure Weltklasse.Das nächste Highlight folgte prompt im nächsten Leg, und es war Schindler vorbehalten, das nächste High Finish perfekt zu machen: 120 Punkte zum 2:3. Der Deutsche vergab dann zwei Chancen auf der Doppel-10 zum Ausgleich und kassierte das 2:4. Die Averages lagen immer noch bei 103 (Clayton) und 102 (Schindler), auch brachten beide ihre Anwürfe durch, um dann für spektakuläres letztes Leg zu sorgen.