Kürzlich bin ich mit dem Uber vom Lincoln Memorial in die Stadt gefahren. Vom Fenster aus sah ich Elmar Theveßen vor dem Zaun an der schönen grünen Wiese vorm Weißen Haus stehen und seine Haare ordnen. Ich kann nicht genau erklären, warum mich diese kurze Impression zugleich erheitert und beruhigt hat. Vielleicht hat es damit zu tun, dass der US-Diplomat Richard Grenell den Mann vom ZDF als linken Aktivisten bezeichnet hat. Er möchte Theveßen das Visum entziehen. Aber Elmar Theveßen steht immer noch im mahnmalgrauen Anzug vor der Kamera und erklärt den Menschen, was in Amerika los ist. Und er achtet dabei auf seine Frisur, so viel Nerven hat er und so viel Gelassenheit. Vermutlich ist es das Entscheidende in diesen Zeiten, dass man so lange wie möglich eine belastbare Form von Normalität aufrechterhält. Wenn die Finsterlinge im Weißen Haus ihre immer bedrohlicher werdenden Planspiele aushecken, muss man sein Alltagsleben umso berechenbarer und heller gestalten.
Unter Trump sehnen sich die US-Bürger nach Normalität: Die Washington-Kolumne
Im Weißen Haus hecken die Finsterlinge um Trump immer bedrohlichere Dinge aus. Wer im heutigen Amerika lebt, sehnt sich nach Langeweile.






