Das Zentrum der russischen Drohnenindustrie liegt an einem Ort, der noch vor ein paar Jahren eine Art Mini-Silicon-Valley sein sollte. Die „Sonderwirtschaftszone Alabuga“, rund 1000 Kilometer östlich von Moskau in der Teilrepublik Tatarstan und nahe dem Städtchen Jelabuga gelegen, warb bis zum Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 erfolgreich Investoren und ausländische Firmen an, war Hightech-Hub, Start­up-Inkubator und Ausbildungszentrum junger Roboterentwickler in einem. Inzwischen wird die Jugend, die an der Berufsschule „Alabuga Polytech“ studiert, in der Drohnenfertigung eingesetzt. Und aus dem hochgelobten Vorzeigeprojekt mit günstigen Steuersätzen ist einer der wichtigsten Waffenlieferanten für den Krieg gegen die Ukraine geworden.