WM im Kanu-Slalom : Paddel auf Weltreise28.09.2025, 08:46Lesezeit: 1 Min.Sportler, die auf ausgefeiltes Handwerkszeug angewiesen sind, stehen dumm da, wenn es kaputtgeht. So wie Kanutin Ricarda Funk, deren Paddel in Australien bricht. Was nun? Ein Notruf nach Bad Breisig!Fußballer haben’s gut. Was Rundes zum Spielen ist überall auf der Welt aufzutreiben. Andere Sportler haben’s schwerer, vor allem diejenigen, die auf ein ausgefeiltes Handwerkszeug angewiesen sind und dumm dastehen, wenn es mal fehlt.Wie die Tennisspielerin Coco Gauff, die im Mai bei ihrem French-Open-Auftaktmatch vergaß, ihre Schläger mit auf den Platz zu bringen. Oder wie Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov, dem im vergangenen Jahr auf der Zugfahrt in Richtung EM Schläger, Hölzer und Beläge geklaut wurden.Ricarda Funk erwischte es dieser Tage noch schlimmer. Die Kanu-Olympiasiegerin von Tokio musste im WM-Trainingslager feststellen, dass ein Paddel leichter bricht als Marmor, Stein und Eisen.Irreparabel sei es, sagte Funk im Penrith, der Olympiastrecke von 2000 unweit von Sydney. Weil sie „sehr sensibel“ sei, was ihr Paddel angehe, setzte Funk einen Notruf ins 16.500 Flugkilometer entfernte Bad Breisig ab: „Mein Papa gibt mir Vertrauen ins Material.“Thorsten Funk baute daheim schnell ein neues Paddel, die Pressesprecherin der Kanuten schnappte sich das Ding und nahm es flugs mit nach Australien. Die WM-Rettungsaktion hätte Gold für Deutschland verdient.