PfadnavigationHomePolitikDeutschlandReservisten-NotstandCDU-Fraktionsvize will ehemalige NVA-Soldaten in Bundeswehr integrierenVeröffentlicht am 30.09.2025Lesedauer: 2 MinutenSepp Müller, in der Unions als Vize für Ostdeutschland zuständigQuelle: Michael Kappeler/dpaDer Einigungsvertrag schließt das bislang aus – CDU-Vize Sepp Müller will ehemalige NVA-Soldaten als Reservisten für die Bundeswehr gewinnen und wünscht sich eine Ausbildung zum Heimatschützer.Nach dem Linken-Politiker Dietmar Bartsch plädiert auch Unionsfraktionsvize Sepp Müller dafür, ehemalige Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR in die Bundeswehr zu integrieren. Angesichts der Personalnot schlägt der CDU-Politiker vor, dass sie künftig als Reservisten bei der Landesverteidigung helfen können, wenn sie das möchten. Bislang ist dies in der Regel nicht möglich. „Es wird Zeit, auf die Soldatinnen und Soldaten der NVA zurückzugreifen, die sich freiwillig zum Schutz unserer Freiheit melden“, sagte Müller, der aus Sachsen-Anhalt stammt, dem „Stern“. „Ich wünsche mir Extrakurse für eine Ausbildung zum Heimatschützer“, sagte der Unions-Politiker. Diese sollten berücksichtigen, dass die Ex-NVA-Leute bereits wehrpflichtig gewesen seien. Am Ende stünde das Gelöbnis auf das Grundgesetz: „Wir feiern 35 Jahre Sieg der Freiheit über die Unfreiheit.“ Müller sagte: „Schon lange nicht mehr war unsere Freiheit so bedroht wie aktuell.“Lesen Sie auchEhemalige NVA-Angehörige können bislang nicht als Reservisten herangezogen werden, es sei denn, sie wurden nach der Wiedervereinigung in der Bundeswehr weiterbeschäftigt. Das wurde im Einigungsvertrag so festgelegt. Das traf allerdings nur für rund 18.000 der mehr als 170.000 NVA-Soldaten zu. Kürzlich hatte bereits der Linken-Politiker Bartsch gefordert, diese Regelung zu überdenken – auch wenn die früheren NVA-Soldaten heute alle über 50 Jahre alt sein dürften. Die Bundeswehr benötigte laut eigenen Planungen 200.000 Reservisten, die im Verteidigungsfall schnell einsatzbereit sind. „Aktuell gibt es aber nur 51.000 Reservisten“, so Müller. Reservist ist jeder, der in der Bundeswehr gedient und seinen Dienstgrad nicht verloren hat – rechnerisch sind das aktuell etwa 860.000 Menschen. Da der Militärdienst in der DDR Pflicht war, könnte eine entsprechende Neuregelung mehrere Hunderttausend Männer zwischen Anfang 50 und 65 Jahren betreffen. Die Heimatschutzregimenter der Bundeswehr bestehen zum Großteil aus Reservisten, sie stellen im Krisen- und Verteidigungsfall sicher, dass Truppen schnell und sicher zu ihrem Einsatzort kommen und die Infrastruktur geschützt wird.Reuters/dpa/fro
Reservisten-Notstand: CDU-Fraktionsvize will ehemalige NVA-Soldaten in Bundeswehr integrieren - WELT
Der Einigungsvertrag schließt das bislang aus – CDU-Vize Sepp Müller will ehemalige NVA-Soldaten als Reservisten für die Bundeswehr gewinnen und wünscht sich eine Ausbildung zum Heimatschützer.







