Neulich lief ein noch gar nicht so alter Film im Fernsehen, in dem man einem Mann dabei zusehen konnte, wie er in eine fremde Stadt kommt: Er fährt mit seinem Auto an die Tankstelle, ein Tankwart tritt an den Wagen; der Mann bestellt an einer Bude bei einer freundlichen Bedienung etwas zu essen und fährt schließlich vor einem Hotel vor, wo er an der Rezeption herzlich von einem älteren Herren begrüßt wird. Drei Interaktionen mit echten Menschen binnen weniger Minuten. Wenn man heute in eine größere Stadt kommt, kann es passieren, dass man tagelang mit niemandem spricht: Statt Tankwart gibt es einen Bezahlautomaten, der vorab die Kreditkarte verlangt, im Supermarkt Selbstscanner-Kassen, im Hotel ist kein Rezeptionist mehr zu sehen: Man gibt seine Daten an einem Screen ein, daraufhin fährt eine Chipkarte fürs Zimmer aus einem Schlitz; „Wie war Ihre Reise?“ war gestern.