Es knirscht gewaltig in der Bundesregierung. Schuld daran ist der Haushalt. Eigentlich, sollte man denken, wäre nach der Reform der Schuldenbremse und Verabschiedung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz genug Geld da, um alle Wünsche zu erfüllen. Doch Verkehrsminister Schnieder (CDU) warnte am vergangenen Wochenende in der F.A.S., es fehlten Milliarden an schon verplanten Mitteln ausgerechnet für den Straßenbau, also Infrastruktur im engsten Sinne. Finanzminister Lars Klingbeil fühlte sich davon so vor den Kopf gestoßen, dass er Schnieder in einem Brief schrieb, dieser sei selbst dafür verantwortlich, Prioritäten zu setzen. Die Stimmung ist so schlecht, dass Kanzler Friedrich Merz seine Parteigenossen davor warnte, den „sensiblen“ Finanzminister allzu sehr anzugehen.