Wissenschaftler haben erstmals detailliert untersucht, was im Gehirn von Heranwachsenden passiert, wenn sie Mobbing ausgesetzt sind. Simulierte verbale und körperliche Angriffe aktivieren demnach verschiedene Strukturen im Gehirn. Dazu zählten unter anderem ein System, das bei Stress anspringt, sowie Regionen, die mit sozialem Verhalten, der Verarbeitung von Sinneseindrücken und der Kontrolle von Bewegungen zusammenhängen, schreiben die Forscher im Fachblatt „Journal of Neuroscience“. „Das Gehirn befindet sich in einem Alarmzustand“, fasst der Neurologe Lauri Nummenmaa von der Universität Turku die Beobachtungen zusammen. Wenn sich dieses Muster der Gehirnaktivität – etwa durch andauerndes Mobbing – wiederhole und chronisch werde, dann sei das auch für die körperliche Gesundheit gefährlich, sagt der Experte.
Was Mobbing im Gehirn anrichtet: Experiment aus Finnland
Forscher zeigen mit einem Experiment: Ausgrenzung und Gewalt lösen extremen Stress aus – mit Folgen, die lange anhalten können. Daraus leiten sie einen Appell an Eltern und Lehrer ab.







