Vertreter einer Ordnungspolitik, die den Staat vor allem als einen Setzer und Bewahrer eines Rahmens betrachten, in dem sich eine möglichst vitale private Wirtschaft bewegt, haben in den vergangenen Jahren eher Häme als Zustimmung erfahren. Eine vermeintlich moderne Wirtschaftspolitik stützte sich auf einen kräftigen Ausbau der Staatsverschuldung und eine lenkende Industriepolitik, die internationale Subventionswettläufe verstärkte. Als diese Mode wegen offenkundiger Unbrauchbarkeit in vielen Ländern an Zustimmung verlor, meinte die neue Bundesregierung, mit steigenden Schulden als Nachzügler noch mitmachen zu müssen.