PfadnavigationHomeSportWintersportNach Boxen & LeichtathletikJetzt müssen auch Skifahrerinnen einen Geschlechtertest absolvierenVeröffentlicht am 26.09.2025Lesedauer: 2 MinutenAuch für Lindsey Vonn gilt in Zukunft: Ein Geschlechtertest ist für den Start in Frauenrennen PflichtQuelle: Getty Images/Mattia OzbotDer Skiweltverband Fis ändert die Zulassung zu seinen Wettbewerben. Frauen sollen nur noch dann starten dürfen, wenn ihr Geschlecht durch einen Gentest bestätigt ist. Die Fis nennt die Entscheidung einen „Eckpfeiler für den Schutz des Frauensports“.Nach Boxerinnen und Leichtathletinnen müssen sich auch Skisportlerinnen auf Geschlechtertests einstellen. Der Ski- und Snowboard-Weltverband Fis beschloss, künftig nur noch Sportlerinnen zu Wettkämpfen zuzulassen, bei denen ein sogenannter SRY-Gentest zur Bestimmung des biologischen Geschlechts das Ergebnis „weiblich“ hervorbringt.Fis-Präsident Johan Eliasch bezeichnet den Beschluss des Councils als „Eckpfeiler unseres Engagements für den Schutz des Frauensports“. Mit den nationalen Verbänden und anderen Akteuren in der Skiwelt werde nun erörtert, wie die Tests abzulaufen haben, hieß es weiter.Lesen Sie auchDas Thema Geschlechtertests ist höchst sensibel, vor allem das Boxen und die Leichtathletik standen diesbezüglich in den vergangenen Jahren im Fokus. Beide Verbände führten jüngst entsprechende Kontrollen ein, was unterschiedlichste Reaktionen zur Folge hatte. Box-Olympiasiegerin Imane Khelif, die bei den Sommerspielen in Paris im Zentrum einer intensiv geführten Geschlechterdebatte gestanden hatte, zog etwa vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas.Fis will Experten konsultiert habenDie Fis schreibt, vor ihrer Entscheidung führende Experten auf dem Gebiet umfangreich konsultiert zu haben. Eliasch sagte, es gebe „nur einen fairen und transparenten Weg“, um Frauensport zu schützen, nämlich „indem wir uns auf wissenschaftliche Erkenntnisse und biologische Fakten stützen“.Lesen Sie auchBeim SRY-Gentest werden Sportlerinnen auf ein Gen auf dem Y-Chromosom untersucht, das für die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale entscheidend ist. Grundsätzlich reicht dafür ein Wangenabstrich oder eine Blutabnahme.dpa/luwi