PfadnavigationHomeRegionalesHamburgErmittlungenSteroide aus Schrebergarten – Razzia gegen mutmaßliche Dopingmittel-BandeVeröffentlicht am 25.09.2025Lesedauer: 2 MinutenPräparate mit anabolen Wirkstoffen liegen in einer Lagerstätte einer mutmaßlichen Dopingmittelhändler-BandeQuelle: -/Zollfahndungsamt München/dpaSie sollen Tausende Sendungen mit Dopingmitteln an ihre Kunden verschickt haben. Mehrere Verdächtige bekommen zeitgleich Besuch von Ermittlern. Und die werden fündig.Nach einer Razzia gegen eine Bande mutmaßlicher Dopingmittel-Händler sitzen vier Verdächtige in Untersuchungshaft. Knapp 120 Ermittler des Zolls und der Staatsanwaltschaft München I hätten zuvor Adressen im bayerischen Landkreis Bad Kissingen, in Mannheim, in Geesthacht (Schleswig-Holstein), in Hamburg und Berlin durchsucht, teilten die beiden Ermittlungsbehörden mit. Lesen Sie auchUnter anderem in einer von der mutmaßlichen Bande als Lager genutzten Parzelle eines Schrebergartens in Hamburg entdeckten die Ermittler demnach mehr als 15.000 Ampullen und mehr als 150.000 Tabletten mit anabolen Wirkstoffen. Zudem hätten die Beamten zahlreiche Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet würden.Ermittler gehen von Tausenden Lieferungen an Kunden ausIm Verdacht stehen bei den Ermittlungen laut Zoll und Staatsanwaltschaft sieben mutmaßliche Mitglieder der Bande, sechs Männer und eine Frau. Zwei von ihnen sollen sich um das Lager gekümmert und von dort mehr als 3.000 Lieferungen an Kunden versandt haben. Ein weiterer Beschuldigter soll für die Beschaffung der Dopingmittel vermutlich aus dem Ausland zuständig gewesen sein. Vier Verdächtige vermittelten demnach mutmaßlich den Kontakt zu Kunden und überwachten die Zahlungseingänge von mehr als 67.000 Euro.Lesen Sie auchAuf die Spur gekommen waren die Ermittler der mutmaßlichen Bande nach der Sicherstellung eines Pakets, das in den unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen geschickt werden sollte. Ermittelt wird auch gegen mehrere mutmaßliche Kunden der Gruppe.Hamburger bei Freigang festgenommenNach Ermittlungen zu einem großen Kokainhandel hat die Polizei jetzt einen 34-Jährigen in Oldenburg festgenommen. Der Mann soll gemeinsam mit anderen an der Planung und Organisation der Abnahme einer dreistelligen Kilogramm-Menge Kokain beteiligt gewesen sein, wie ein Polizeisprecher berichtete. Lesen Sie auchBrisant: Der 34-Jährige sitzt derzeit wegen Rauschgifthandels im Gefängnis. Wenn die Vorwürfe stimmen, hat er die neuen kriminellen Geschäfte wahrscheinlich während seiner Freigänge organisiert. Bei einem Freigang wurde er nun auch festgenommen, inzwischen gibt es einen Untersuchungshaftbefehl. Freigänge bekommt der 34-Jährige vorerst nicht mehr. dfe, dpa