Egal, wen man am verregneten Mittwoch fragt, alle sind sich einig: Wetter ist Wetter und Wiesn ist Wiesn. Sprich: So ein bisschen Regen, das ist weder schlecht für die Stimmung, noch macht sich auf der Theresienwiese wirklich jemand ernsthaft Sorgen ums Geschäft. Wirtinnen wie Schausteller, Bedienungen, aber auch die Gäste, sie alle lassen sich das Oktoberfest nicht vermiesen – Hoffnungen auf ein paar Grad mehr zum Wochenende hin gibt es aber freilich trotzdem. Geht es nach dem Deutschen Wetterdienst (DWD) stehen die Chancen darauf gar nicht so schlecht, spätestens von Sonntag an soll die Sonne auch mal durchkommen. Vor allem dürfte es dann aber trocken bleiben.Leonie Mayer und Tabea Forstner bedienen im Bräurosl-Biergarten, am Mittwochvormittag ist ihr kompletter Bereich leer. Gäste hatten sie heute noch keine, sie gehen aber davon aus, dass sich das spätestens zum Abend hin ändern wird. So sei es zumindest an den vergangenen Tagen immer gewesen. Das bisschen schlechte Wetter ist für die beiden deshalb halb so wild: „Ein paar Tage Regen kann man verkraften“, sagen sie. Ähnlich sehen das auch zwei Biergarten-Bedienungen aus der Ochsenbraterei, die trotz Nieselregens immerhin vier Gäste haben. Ein paar Tage schlechtes Wetter, das gehöre dazu und sei kein Grund für Beschwerden.Oktoberfest 2025 - die erste Woche:Halbzeitbilanz: 3,5 Millionen Gäste waren bisher auf der WiesnWeniger Gäste, mehr Straftaten und mehr Wasser - so lässt sich die erste Hälfte des Oktoberfests zusammenfassen. Weil am Samstagnachmittag trotzdem zu viele Leute auf die Theresienwiese drängten, musste die Polizei das Gelände vorübergehend sperren.Dass die Stimmung in den Teams noch gut ist, bestätigen auch Bräurosl-Wirtin Franziska Kohlpaintner und Maria Pinzger, Sprecherin der Ochsenbraterei. Man habe einen super Wiesn-Start hingelegt, sagen sie unisono. Und auch wenn sich der Regen gerne bald wieder verziehen dürfe, Sorgen um finanzielle Einbußen mache man sich keine, die Zelte seien ja gut gefüllt. Und noch etwas sagt Pinzger: In der Ochsenbraterei führe man eine Art Wettertagebuch. Vergangenes Jahr sei die erste Woche schön gewesen, die zweite dann verregnet. Wenn man davon ausgeht, dass es heuer umgekehrt ist, bedeutet das also nur: Die schönen Wiesn-Tage liegen heuer erst noch vor einem. So in etwa bestätigt das auch der DWD: Für die Jahreszeit gehören sowohl wärmere als auch kältere Tage zur „Variabilität“.„Unterm Strich ist d’Wiesn immer d’Wiesn“, fasst es dann auch noch Ludwig Trollmann vom Mandelstand zusammen. Bei 16 Tagen seien gute und schlechte dabei, aber eigentlich passe es ja immer. Ähnlich zuversichtlich ist auch Marcel Kaiser von der „Jagdhütte“, auch wenn am Mittwoch bislang noch niemand zum Schießen vorbeigekommen ist und auch das benachbarte Fahrgeschäft „Hangover“ stillsteht.
Oktoberfest 2025 in München: Wann kehrt die Sonne auf die Wiesn zurück?
Seit Wochenbeginn ist es kalt in München, immer wieder regnet es. Der Deutsche Wetterdienst verspricht Besserung ab Sonntag.









