PfadnavigationHomeKulturPEN-Protest„Zeichen für freien Diskurs“ – Friedman spricht nach Ausladung in KlützVeröffentlicht am 24.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDer jüdische Publizist Michel Friedman ist von einer geplanten Veranstaltung im mecklenburgischen Klütz ausgeladen worden - offenbar aus Angst vor Protesten von Rechtsextremen. Friedman sprach im NDR von „peinlicher Heuchelei“.Nach der Ausladung von Michel Friedman von einer Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern will der Verband PEN Berlin in dem kleinen Ort Klütz ein Zeichen setzen. Friedman selbst, Thea Dorn und weitere Redner werden erwartet.Die Autorenvereinigung PEN Berlin hat für Montag in Klütz im Landkreis Nordwestmecklenburg eine Kundgebung für Meinungsfreiheit und kulturelle Autonomie angekündigt. Zuvor hatte der PEN die Ausladung des jüdischen Publizisten Michel Friedman aus Frankfurt am Main kritisiert, der im Oktober kommenden Jahres im Literaturhaus „Uwe Johnson“ in Klütz anlässlich des 120. Geburtstages von Hannah Arendt (1906-1975) über Demokratie sprechen sollte. Die Ausladung habe bundesweit für Irritationen gesorgt, teilte der PEN Berlin am Mittwoch mit. Der 69-jährige Frankfurter Rechtsanwalt Friedman werde stattdessen nun zu der öffentlichen Kundgebung erwartet.Der Redner, Autor und Sohn von Holocaust-Überlebenden werde unter dem Motto „Gewalt beginnt, wo das Reden aufhört – für eine starke Zivilgesellschaft in Klütz und überall“ auftreten. Auch würden die Schriftstellerin Thea Dorn und Oliver Hintz, Leiter des Literaturhauses Klütz, zur Kundgebung erwartet. Mit der Veranstaltung wolle der Verband „ein Zeichen für den freien Diskurs“ setzen. „Antisemitismus ist inakzeptabel“, erklärte der PEN Berlin.Lesen Sie auch„Welche der öffentlich genannten Gründe in welchem Maß tatsächlich zur Ausladung von Michel Friedman geführt haben, können wir nicht beurteilen“, teilte der PEN mit. Grundsätzlich fordere die Vereinigung aber, dass die Autonomie der Kultur bewahrt werden müsse. Gebe es begründete Sicherheitsbedenken wegen eines Gasts oder Themas, dann sei es Aufgabe des Staats, die Sicherheit aller zu gewährleisten. Die Sorge vor möglichen Störungen „kann niemals ein Argument sein, eine Veranstaltung abzusagen“, hieß es.Auch der Hinweis auf angeblich zu hohe Kosten des Friedman-Besuchs rechtfertige eine Ausladung nicht, wenn eine Kulturinstitution für den Auftritt Fördermittel bekommen könne. Dass der Auftritt eines Autors nicht zu einer Gemeinde passe, sei ebenso kein Argument, hieß es.epd/krö
PEN-Protest: „Zeichen für freien Diskurs“ – Friedman spricht nach Ausladung in Klütz - WELT
Nach der Ausladung von Michel Friedman von einer Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern will der Verband PEN Berlin in dem kleinen Ort Klütz ein Zeichen setzen. Friedman selbst, Thea Dorn und weitere Redner werden erwartet.












