Warum Lisa Findley für ihren Schwindel ausgerechnet Graceland wählte, eines der berühmtesten Anwesen der Vereinigten Staaten, wird wohl ein Rätsel bleiben. Das Gebäude mit der grauen Sandsteinfassade und den Säulen im Stil des Colonial Revival gehörte Elvis Presley. Bis heute, fast 50 Jahre nach dem Tod des „King of Rock ’n’ Roll“, zieht es jedes Jahr etwa 600.000 Fans nach ­Memphis in den Südstaat Tennessee. Presley hatte das Anwesen im Sommer 1957 erworben. In den Monaten danach baute er immer wieder an und um: das als Designfrevel verurteilte sogenannte Dschungelzimmer mit Wasserfall, grünem Teppich und Möbeln nach hawaiianischem Vorbild, den „Trophy Room“ für Auszeichnungen wie Grammys, NME Awards und goldene Schallplatten sowie ein Schwimmbecken in der in den Fünf­zigerjahren beliebten Nierenform.