Identitätspolitik? Vor gut zehn Jahren wusste kaum jemand, was damit gemeint ist. Das hat sich schnell geändert, eine Zeit lang bestimmte sie den gesellschaftspolitischen Diskurs. Doch sehr schnell schlug das Pendel auch wieder in die andere Richtung aus. Identitätspolitik dient vielen heute sowohl als Erklärung für die Probleme der Linken als auch für den Erfolg der Rechten. Politiker wie Donald Trump gehen mit Kritik an Wokeness auf Stimmenfang. Und doch gibt es sie noch, ihre Verteidiger. Zum Beispiel den Politikwissenschaftler und Philosophen Karsten Schubert, der entgegen dem Trend ein „Lob der Identitätspolitik“ (C.H.Beck 2024) verfasst hat.
Interview: Identitätspolitik und ihre Rolle in der Demokratie
Die Epoche der Identitätspolitik ist vorbei, sie ist ein Problem für die Linken und Instrument zum Stimmenfang für die Rechten. Oder? Philosoph Karsten Schubert sieht das anders.







