Das Video beginnt mit einem Sonnenaufgang, 70er-Jahre-Look, danach folgt es einer jungen Frau durch den Tag. Aufwachen neben dem Freund, im blauen Schlafanzug in die Küche, dann Zähne putzen. Dazu Bassschläge. In oranger Strickjacke fährt sie mit dem Auto ins Büro, spricht mit Kollegen, isst zu Mittag, dann Feierabend. Dazu Schlagzeug. Als noch eine Gitarre einsetzt, beginnt der nächste Tag. Auf den ersten Blick scheint alles gleich, täglich grüßt die Lohnarbeit, nur: Die Strickjacke der Frau ist jetzt pissgelb und sie irgendwie nervös.

Was daherkommt wie ein Indie-Kurzfilm, ist das Musikvideo zu „Psycho Killer“ von den Talking Heads. In ihrem biederen Umfeld gerät die Frau, gespielt von Saoirse Ronan, mit jedem Tag ein wenig mehr aus dem Rhythmus. Erschöpft geht sie zur Tür hinein, vor den Kollegen weint sie, ihren Freund schreit sie an. Das Umfeld reagiert gar nicht darauf, als wäre sie unsichtbar. „I’m tense and nervous and I can’t relax / I can’t sleep ’cause my bed’s on fire / Don’t touch me, I’m a real live wire“, singt David Byrne dazu.

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