PfadnavigationHomePolitikAuslandGazastreifenHamas veröffentlicht erneut Video von deutscher Geisel – Merz empörtVeröffentlicht am 23.09.2025Lesedauer: 2 MinutenNach 717 Tagen in Geiselhaft hat die Hamas ein neues Propagandavideo der deutsch-israelischen Geisel Alon Ohel veröffentlicht. Der 24-Jährige, der am 7. Oktober 2023 beim Nova-Festival verschleppt wurde, verliere offenbar sein Augenlicht, heißt es.Die Hamas hat ein weiteres Video der deutsch-israelischen Geisel Alon Ohel veröffentlicht. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnet das Video als „unerträglich“ und richtet eine Forderung an die Terrororganisation.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat ein am Montag veröffentlichtes Geiselvideo der Terrororganisation Hamas als menschenverachtend und „unerträglich“ bezeichnet. In einer Mitteilung auf der Plattform X schrieb Merz: „Hamas muss sofort alle Geiseln freilassen. Der Waffenstillstand muss jetzt kommen, das Leiden muss enden.“ Der 24-Jährige, den die Hamas in dem Video filmte, hat neben der israelischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft.Die Eltern des vor bald zwei Jahren in den Gazastreifen verschleppten Alon Ohel riefen Medien und Öffentlichkeit dazu auf, das Video nicht zu teilen und zu verbreiten. „Unsere Familie ist erschüttert und voller Schmerz“ heißt es in einer vom Forum der Angehörigen verbreiteten Stellungnahme. Der beim Terroranschlag der islamistischen Hamas am 7. Oktober 2023 auf dem Nova-Festival entführte Musiker Alon Ohel erscheine dünn und ängstlich, hieß es von den Eltern. Es sei außerdem erkennbar, dass er auf dem rechten Auge das Sehvermögen verliere.„Wir verlangen als Vorbedingung für jegliche Verhandlungen (...), dass Augenspezialisten Alon untersuchen und behandeln“, schrieben Idit und Kobi Ohel in ihrer Stellungnahme. An Regierungschef Benjamin Netanjahu appellierten sie am Abend des jüdischen Neujahrsfests, das Leben junger Israelis liege in seiner Hand. „Brechen Sie nicht das Herz des israelischen Volkes“, schrieben sie. Das Wichtigste sei nun, Alon und die anderen Geiseln zurück zu ihren Familien zu bringen.Lesen Sie auchNach offiziellen israelischen Angaben befinden sich noch 48 Geiseln im Gazastreifen. Mindestens 20 sollen noch am Leben sein. Die Hamas hat wiederholt Geiselvideos veröffentlicht, die von der israelischen Seite als Terrorpropaganda bezeichnet werden. Zuletzt hatten Bilder ausgehungerter Geiseln in Tunneln die Öffentlichkeit erschüttert.dpa/cvb