Ein 100. Geburtstag muss gefeiert werden. Und auch wenn es sich bloß um das Waldstadion handelte, hatte sich Eintracht Frankfurt alle Mühe gegeben, glanzvolle Festivitäten herzurichten. Die Menschen sangen „Im Wald, da spielt die Eintracht“, dann spannte sich eine Choreografie über zwei komplette Tribünen, ehe der Videowürfel unter dem Faltdach der Frankfurter Arena in einer Retrooptik der alten Anzeigetafel leuchtete.

Nur passte der vermeldete Endstand beim Heimspiel gegen Union Berlin (3:4) so gar nicht zur festlichen Stimmung. Eher schienen die Hessen ihre überwunden geglaubte Attitüde von der Auf-und-Ab-Truppe aus den Achtziger- und Neunzigerjahren in Erinnerung zu rufen. Auch das Betragen von Union-Trainer Steffen Baumgart, der erst die rote Karte sah und sich womöglich eine weitere Verfehlung leistete, wirkte wenig feierlich, doch dazu später mehr.

Trainerwechsel bei Union Berlin

Der Baumgart von Köpenick

Einst hat sich der Spieler Steffen Baumgart mit einer Grätsche erfolgreich bei Union Berlin eingeführt. Über 20 Jahre später kehrt er als Trainer zurück, soll einen Negativtrend stoppen – und gibt sich kämpferisch wie eh und je.