Vor lauter Baerbock-Videos und Baerbock-Kommentaren mag zuletzt fast ein wenig untergegangen sein, dass es bei den Vereinten Nationen auch noch einen Generalsekretär gibt. António Guterres, der eigentliche Chef, ist dieser Tage auf einer Pressekonferenz zum 80. Geburtstag seiner Organisation befragt worden. Eine Journalistin aus den USA wollte wissen, welche Argumente Guterres denn für die Lebendigkeit der UN vorbringen könne. Sie sei ja offensichtlich nicht mehr in der Lage, die dringendsten Probleme dieser Welt zu lösen. Vermutlich war das nicht unbedingt die Frage, die der UN-Generalsekretär hören wollte, aber er beantwortete sie trotzdem. Und zwar erstaunlich ehrlich, nämlich unter anderem mit dem Satz: „Ich bin nicht in der Lage, auf diese Frage eine adäquate Antwort zu geben.“
Was folgte, war eine längere dialektische Abhandlung seitens des Generalsekretärs. „Die Vereinten Nationen sind viele Dinge auf einmal“, sagte Guterres. Er verwies einerseits auf die humanitären Hilfsprogramme in Krisen- und Kriegsgebieten, wo UN-Teams teilweise unter extrem schweren Bedingungen dafür sorgen, dass Kinder ernährt, geimpft und mit dem Nötigsten versorgt werden. Guterres erwähnte auch die Führungsrolle der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Klimawandel sowie bei der Arbeit an weltweiten Standards zur Regulierung von künstlicher Intelligenz.















