PfadnavigationHomeICONISTTrendsNeue Facelift-Mania„In meinem Teil der Welt sehen die Menschen für immer wie 35 aus“Veröffentlicht am 25.09.2025Lesedauer: 3 MinutenEmma Stone, 36, schön im AugustQuelle: TIZIANA FABI/AFPEmma Stone ist 36 – und soll sich liften lassen haben. Neu daran: Facelifts wirken heute nicht mehr operiert, sondern „natürlich“. Ein Schönheits-Trend, der Stars wie Kris Jenner schon jünger wirken lässt als ihre eigenen Kinder.Die Schauspielerin Emma Stone ist 36 Jahre alt und hat sich das Gesicht liften lassen. Angeblich. Im Juli zeigte sie sich bei der Premiere des Films „Eddington“ in Los Angeles auf dem roten Teppich: die Rehaugen noch offener, die Haut am Kiefer straffer, das Kinn kompakter. Kurz danach erschienen Social-Media-Videos von Schönheitschirurgen, die spekulierten, an welcher Stelle welche Art Lifting vorgenommen wurde.Emma Stone sieht gut aus. Sie sah auch vorher gut aus, aber jetzt sieht sie eben noch ein bisschen besser aus, sagen zumindest manche. Und vor allem: natürlich gut. Das sei jetzt nämlich das große Versprechen der modernen Facelift-Techniken, las ich kürzlich im „New York Magazine“: Die Menschen sehen frischer, jünger, fitter aus – nur eben nicht gemacht, also ohne die Katzenaugen und steif gebügelten Backen, mit denen man früher das Klischee des übermäßig operierten Gesichtes verband. Eine neue „Facelift-Mania“ habe einige sehr wohlhabende Kreise erfasst, eine Patientin wird mit dem Satz zitiert: „In meinem Teil der Welt sehen die Menschen für immer wie 35 aus. Deswegen lasse ich jetzt mein Gesicht liften.“Lesen Sie auchEmma Stone ist 36. Anscheinend wollte sie unbedingt ein Jahr jünger aussehen. Auch ich bin 36, aber Facelifts machen mir Angst. Bei meiner letzten Gesichtsbehandlung bekam ich schon kurz Panik, als die Ärztin erklärte, sie würde jetzt den Laser einsetzen. Das Wort „Laser“ hatte ich bei der Buchung wohl übersehen. Am Ende war alles halb so wild: Meine Haut brannte, als sei ich kopfüber in einen Brennnessel-Busch gefallen. Aber sie sah toll aus. Als wäre ich wieder 35.Lesen Sie auchDie Unternehmerin und Reality-TV-Darstellerin Kris Jenner ist 69. Aber auch bei ihr war man sich da gar nicht mehr so sicher, als sie im Sommer auf der Hochzeit von Jeff Bezos und Lauren Sanchez-Bezos in Venedig auftauchte und jünger aussah als ihre 44-jährige Tochter Kim Kardashian. Jenner hatte laut „New York Magazine“ ein SMAS-Lift durchführen lassen. Die Abkürzung steht für „Superfical Musculo-Aponeurotic System“ und bezeichnet für eine traditionellere Technik als die derzeit sehr angesagte „Deep Plane“-Prozedur, bei der auch besonders tiefe Gewebeschichten wie Muskeln und Fett angehoben werden, indem man wichtige Haltebänder löst – aber ich will hier niemandem das Frühstück verderben.Kris Jenners’ Arzt Steven Levine jedenfalls kann sich nun vor Anfragen nicht mehr retten, man kommt nur noch über persönliche Empfehlungen in seine Praxis. Und natürlich, wenn man mindestens ein paar Zehntausende US-Dollar locker machen kann, denn so viel kostet es bei den besten Schönheitschirurgen in den USA, wenn man wieder wie 35 aussehen will. Das Interessante dabei ist: Die offensichtlich herbei operierte Verjüngung wird inzwischen kaum mehr kritisiert oder verachtet, sondern bewundert und bejubelt, zumindest in vielen Teilen der Welt. In meinem darf man mit 36 Jahren noch wie 36 aussehen, was mir ganz recht ist. Aber was weiß ich schon: Kann sein, dass mir der Laser irgendwann nicht mehr reicht. Und ich mit 44 jünger aussehe als mit 36.Silvia Ihring schreibt in „Körpereinsatz“ über das Streben nach der richtigen Balance zwischen Fitness-Trends, sportlichem Ehrgeiz und Spaß an der Bewegung.