Borussia Mönchengladbach wartet trotz eines Last-Minute-Treffers beim Debüt von Interimstrainer Eugen Polanski weiter auf ein Ende seiner Negativserie in der Fußball-Bundesliga. Die seit nun saisonübergreifend elf Spielen sieglose Mannschaft kam bei Bayer Leverkusen trotz einer über weite Strecken couragierten Leistung nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena rettete Haris Tabakovic (90.+2 Minute) den „Fohlen“ ein verdientes Remis. Zuvor hatte Bayer-Neuzugang Malik Tillmann (70. Minute) Bayer in Führung gebracht. Für die Werkself war es unter Neu-Coach Kasper Hjulmand das erste Unentschieden in der Liga. Gladbach erzielt indes den ersten Treffer der Saison.

In den Anfangsminuten drückte Leverkusen die Gäste tief in die eigene Hälfte. Einen ersten harmlosen Abschluss von Edmond Tapsoba (3.) konnte Moritz Nicolas problemlos parieren. Wenig später (9.) zeigte der Gladbacher Torhüter einen überragenden Fußreflex, als Patrick Schick einen Freistoß von Alejandro Grimaldo – der erstmals in der Bundesliga zu Spielbeginn als Kapitän auflief – per Kopf aufs Tor verlängerte.

Auch wenn Leverkusen klar mehr Ballbesitz hatte, fand Gladbach allmählich besser ins Spiel und verlagerte das Geschehen auch immer wieder in die gegnerische Hälfte. Die zunehmende Offensivpräsenz zahlte sich aus, als Startelf-Debütant Castrop (23.) nach Zuspiel von Rocco Reitz ins Tor traf – doch der Treffer wurde nach VAR-Check wegen Abseits aberkannt. Der Werkself, die unter der Woche spät noch ein 2:2 zum Champions-League-Auftakt in Kopenhagen rettete, mangelte es in der Offensive an Ideen. Ausgebremst vom Abseitstor spielte die Mannschaft ungenau, während die Polanski-Elf immer wieder gefährliche Nadelstiche nach vorn setzten konnte. Scally scheiterte nach Zuspiel von Castrop mit einem Flachschuss am stark reagierenden Mark Flekken (40.). Ins letzte Risiko ging bis zur Pause kein Team.