Ein Stöhnen, das ihm die Welt bedeutete, mehr konnte Leo Neugebauer nicht herausbringen. Ein paar Meter hinter der Ziellinie im Nationalstadion von Tokio war er zu Boden gegangen, lag mit ausgestreckten Beinen und Füßen im japanischen Nieselregen. Weltmeister, so stand es auf den Anzeigetafeln, die Kollegen kamen schon zum Glückwunsch vorbei, aber Neugebauer lag auf dem Rücken, entkräftet, nur zum Händeschütteln reichte die Energie noch. So sieht sie aus, die Bürde der Zehnkämpfer: Gewinnen kann so unfassbar wehtun. Und sich gleichzeitig so schön anfühlen.