Als Harry Kane am 28. Juli 1993 geboren wurde, hatte der FC Bayern gerade zwei hervorragende Stürmer verpflichtet. Adolfo José Valencia kam von Independiente Santa Fe nach München, ihm eilte der Ruf voraus, für den kolumbianischen Hauptstadtklub 56 Tore erzielt zu haben (zwar in fünf Jahren, aber immerhin). Mit der Empfehlung von 15 Bundesligatoren (allerdings: in zwei Jahren) gesellte sich Marcel Witeczek an seine Seite, ihn hatten die Bayern beim Angstgegner Kaiserslautern entdeckt. Ohne die Geschichte unzulässig zu raffen, darf man anmerken, dass es am Ende weder Valencia noch Witeczek zum Angstgegner der Bundesliga-Verteidiger gebracht haben. Valencia blieb immerhin mit dem Kosenamen „Der Entlauber“ in Erinnerung, weil er die Bälle im Training gelegentlich in die nahe gelegene Botanik feuerte.
Harry Kane ist auf dem besten Weg, eine historische Bayern-Figur zu werden
Sozialer Superstar, Leader, Gesamtkunstwerk: Harry Kane trifft und trifft – und folgt gleich zwei Traditionen, die in München heilig und teuer sind.









