PfadnavigationHomePolitikAuslandUSA und ChinaTrump will Xi Jinping in Südkorea treffen – TikTok-Deal angeblich besiegeltVeröffentlicht am 19.09.2025Lesedauer: 4 MinutenSzenen aus Trumps erster Amtszeit – der US-Präsident (l.) mit Xi Jinping in ChinaQuelle: Andy Wong/AP/dpaDer US-Präsident hat mit Chinas Staatschef Xi Jinping telefoniert. Es werden Pläne für gleich zwei Treffen der beiden konkreter. Einen Deal gab es laut Trump bereits zum Verkauf der Plattform TikTok.US-Präsident Donald Trump wird Chinas Staatschef Xi Jinping nach eigenen Angaben in diesem Herbst beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Südkorea treffen. In seinem Telefonat mit Xi habe er an diesem Freitag zudem vereinbart, dass er Anfang nächsten Jahres nach China reisen werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zudem werde Xi zu einem geeigneten Zeitpunkt für einen Besuch in die USA kommen. Genauere Details dazu nannte Trump nicht. Trump hatte Xi bereits in seiner ersten Amtszeit mehrmals getroffen. Unter anderem trafen sich beide Staatsoberhäupter persönlich 2019 im japanischen Osaka, 2017 war Xi nach Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida gereist. Trump verkündet TikTok-Deal US-Präsident Donald Trump sprach nach seinem Telefonat mit Präsident Xi Jinping von einem Deal über die Zukunft der Video-App TikTok. „Er hat dem TikTok-Deal zugestimmt“, sagte Trump am Freitag vor Journalisten im Oval Office. „Der TikTok-Deal ist auf einem guten Weg.“ Eine formelle Unterzeichnung des Abkommens stehe noch aus, „die Investoren machen sich bereit“, sagte er im Weißen Haus.Die US-Regierung hatte bereits Anfang der Woche von einer grundsätzlichen Einigung zur Zukunft von TikTok in den USA gesprochen. Es gebe „einen Rahmen für einen TikTok-Deal“ mit China, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. Nun hätten Trump und Xi diese Vereinbarung telefonisch besiegelt.Zugleich betonte Trump, dass die Vereinbarungen einen Einfluss Chinas auf die App verhindern würden. Er bekräftigte bisherige Angaben, dass amerikanische Investoren das US-Geschäft von TikTok übernehmen sollen. Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass die US-Regierung von diesen Investoren im Zuge der Transaktion eine Zahlung in Höhe von mehreren Milliarden Dollar bekommen werde. Darauf angesprochen sagte Trump, dies sei noch nicht endgültig ausgehandelt - „aber wir werden etwas bekommen“.Lesen Sie auchIn den USA wird der TikTok-Mutterkonzern ByteDance als chinesisches Unternehmen angesehen. ByteDance kontert, der Konzern sei zu 60 Prozent in Besitz internationaler Investoren und habe seinen Sitz auf den Cayman Islands. Bytedance ist allerdings wegen der Zentrale in Peking an viele chinesische Vorschriften gebunden. Wie vor wenigen Tagen das „Wall Street Journal“ berichtete, sollen US-Investoren wie Oracle sowie die Investmentfirmen Silver Lake und Andreessen Horowitz 80 Prozent an einer neuen US-Tochterfirma von TikTok halten. Der Rest solle bei chinesischen Anteilseignern liegen.Informationen des US-Senders CNBC zufolge werde der Software-Konzern Oracle von Trump-Unterstützer Larry Ellison dabei seine Rolle als technischer Dienstleister von TikTok in den USA behalten. Damit würde eine weitere Online-Plattform in den USA unter finanziellen Einfluss von Unternehmern kommen, die dem politischen Lager um Trump wohlgesonnen sind.ByteDance hat seine Zentrale in Peking, die Zukunft der App in den USA hängt deshalb seit Monaten in der Schwebe. Sie hätte nach einem im vergangenen Jahr beschlossenen US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar 2025 von ByteDance verkauft werden oder in den USA vom Netz gehen müssen. Doch Trump räumte gleich zu seinem Amtsantritt im Januar eine zusätzliche Frist ein, die er später immer weiter verlängerte. Dafür gab es in dem Gesetz keine Grundlage. In den USA zählt Tiktok nach früheren eigenen Angaben mehr als 170 Millionen Nutzer.Abseits von TikTok sprach Trump von Fortschritten in vielen wichtigen Fragen, darunter Handel, Fentanyl und die Notwendigkeit, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. „Das Telefonat war sehr gut, wir werden erneut telefonieren“, so Trump.So äußert sich ChinaXi hatte im Telefonat Handelszwänge kritisiert. Die USA sollten einseitige Handelsbeschränkungen vermeiden, um die erzielten Ergebnisse aus den Beratungsrunden beider Seiten nicht zu beeinträchtigen, sagte er laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Das Gespräch verlief demnach „positiv“ und „konstruktiv“.Vertreter Chinas und der USA hatten sich erst diese Woche im spanischen Madrid zu einer vierten Verhandlungsrunde seit der Eskalation im Zollstreit im Frühjahr getroffen. Die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) besteht nach eigenen Angaben aus 21 Staaten, darunter die USA, China, Russland, Kanada, Mexiko, Südkorea, Japan, Australien und Neuseeland. Bei dem jährlichen Gipfel beraten die Staats- und Regierungschefs über wirtschaftliche Herausforderungen und Kooperationen. In diesem Jahr beginnt der zweitägige Apec-Gipfel am 31. Oktober.dpa/lay/fro/dp