PfadnavigationHomeRegionalesMecklenburg-VorpommernHafenausbau und Energiewende - Nord-MPs mahnen den BundVeröffentlicht am 18.09.2025Lesedauer: 4 MinutenUngeachtet ihrer unterschiedlichen Parteizugehörigkeit sindsich Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, und Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, in dem Ziel einig, dass der Bund mehr für die Hafeninfrastruktur zahlen soll.Quelle: Jens Büttner/dpaDie norddeutschen Regierungschefs fordern mehr Geld für die Häfen und Tempo beim Ausbau der Windkraft-Nutzung auf See. Dazu soll der Bund auch klar machen, wie er das Sondervermögen nutzen will.Die Regierungschefs der fünf norddeutschen Bundesländer wollen schnellstmöglich Klarheit, wie der Bund das Geld aus dem Milliarden-Sondervermögen einsetzen will. Die Länder seien bei den Planungen für die ihnen zugesicherten 100 Milliarden schon recht weit. «Wir erwarten auch vom Bund, dass seine 300 Milliarden Euro plus 100 Milliarden für den Bereich Klimaschutz jetzt sehr klar dargestellt werden, wo Infrastruktur auch in unseren Ländern unterstützt wird», sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einem Treffen mit seinen norddeutschen Amtskollegen in Schwerin.Die Nordländer seien sich in ihrer Forderung einig, dass der Bund wesentlich mehr für die Sanierung und den Ausbau der Häfen an Nord- und Ostsee tun müsse und dafür auch Mittel aus dem Sondervermögen genutzt werden sollten. Die bislang jährlich gewährten 38 Millionen Euro reichten bei weitem nicht aus, nötig seien 400 Millionen. «Die Häfen sind zwar im Norden. Wir sind aber nicht allein verantwortlich, dass diese Infrastruktur funktioniert. Das ist eine typische gesamtstaatliche Aufgabe», sagte Günther unter Hinweis auf die Versorgungsleistungen der Umschlagplätze für Waren aller Art.Dem pflichtete Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei: «Die Häfen haben nicht nur für Norddeutschland eine Bedeutung, sondern für ganz Deutschland. Darüber findet die Versorgung von Deutschland statt. Wir haben in allen Häfen Investitionsbedarf und das auch bei der Bundesregierung angemeldet», sagte sie. Nach Schwesigs Angaben beläuft sich das Gesamtvolumen für die kommenden Jahre auf 15,7 Milliarden Euro.Nordländer gegen Abstriche bei Offshore-AusbauzielenSchwesig äußerte sich kritisch zu Überlegungen des Bundes, beim Bau von Windkraftanlagen auf See massiv zu sparen und bei der Energiewende möglicherweise auf die Bremse zu treten. Offshore-Windparks vor den Küsten fänden in der Bevölkerung viel mehr Akzeptanz und könnten zudem mit ihrer hohen Leistung einen großen Beitrag leisten zur sicheren Stromversorgung in Deutschland.«Die Pläne von Frau Reiche, weniger Offshore und mehr Onshore, gehen völlig in die falsche Richtung. Wir haben bei uns schon richtig Ärger vor Ort», sagte die SPD-Politikerin, die Gastgeberin des turnusmäßigen Treffens der Nord-MPs war.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte als Reaktion auf den kürzlich veröffentlichte Monitoringbericht zur Energiewende Kursänderungen angekündigt. In dem vierseitigen Papier heißt es unter anderem: «Durch die Optimierung des Offshore-Ausbaus können Netzanbindungsleitungen