PfadnavigationHomeRegionalesHamburgBenko-RuineFrist für Elbtower-Verhandlungen bis Ende Oktober verlängertVeröffentlicht am 17.09.2025Lesedauer: 3 MinutenDer Stumpf des Elbtowers entworfen von David Chipperfield im Osten der Hamburger HafenCity.Quelle: Bertold Fabricius/WELTDie Frage, wie es mit dem Elbtower in Hamburg weitergeht, entwickelt sich zu einer Hängepartie. Der Insolvenzverwalter sicherte Investor Dieter Becken Exklusivrechte zu, die bislang ohne Nennung einer Frist verlängert wurden. Nun gibt erstmals ein fixes Datum.Bei Hamburgs ambitioniertesten Hochhausprojekt geht es nur schleppend voran. Investor Dieter Becken hält weiterhin die Exklusivrechte am Elbtower, die bereits mehrfach verlängert wurde – bislang jedoch ohne klare zeitliche Vorgabe. Jetzt gibt es eine neue Fristverlängerung. Wie Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung Karen Pein (SPD) im Haushaltsausschuss sagte, der am Dienstag im Rathaus tagte, hat der zuständige Insolvenzverwalter die Exklusivitätsvereinbarung mit Investor Dieter Becken erneut verlängert. Und zwar nochmals zunächst bis zum 31.10.2025. Die Stadt prüft derweil, ob sie Flächen im Elbtower mietet oder kauft, um dort ein neues Naturkundemuseum des Leibniz-Instituts zu platzieren. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zeigt sich offen für eine solche Lösung, hält aber klar Abstand von einer direkten finanziellen Beteiligung der Stadt am Bauprojekt. Lesen Sie auchMit Blick auf das Projekt berichtete Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne) laut NDR-Informationen im Ausschuss, wie schwierig es sei, nachzuweisen, ob sich die Sockelflächen des Elbtowers für das Vorhaben eigneten. So sollen einige der Exponate mehrere Tonnen schwer sein. Man prüfe, ob die Statik dafür ausgelegt sei. Finanzsenator Dressel (SPD) bekräftigte, dass die Stadt nach wie vor beide Möglichkeiten, die Flächen zu mieten oder zu kaufen, prüfe. Hierzu sickerten erste Zahlen durch. Offenbar würde für die beanspruchte Fläche von bis zu 60 000 Quadratmetern binnen 20 Jahren eine halbe Milliarde Euro Miete fällig. Im Falle eines Teilankaufs beliefe sich die Summe auf etwa 200 Millionen. Die Stadt wartet derweil wohl noch auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie des Senats über den möglichen Einzug des Museums in die Sockelgeschosse des Gebäudes. Fällt die Studie positiv aus, kann die Stadt mit dem Hamburger Immobilienunternehmer Dieter Becken in Verhandlung treten. Er verhandelt exklusiv mit dem Insolvenzverwalter und hat zugesichert, dass er zusammen mit anderen Geldgebern den Elbtower fertigstellen kann.Lesen Sie auchDerzeit spricht vieles dafür, dass das ehrgeizige Projekt fertiggestellt wird. Der Grund dafür, warum die Verhandlungen sich derart in die Länge ziehen, liegt wahrscheinlich darin, dass man sich zu allen Seiten absichern will. Die Stadt dürfte kein Interesse daran haben, an einem Bau-Desaster wie beim „Haus der Erde“ der Uni am Schlump – wenn auch nur indirekt – verwickelt zu sein. Außerdem hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) stets betont, die Stadt werde sich bei der Fertigstellung des Towers nicht mit Steuergeldern beteiligen. Unabhängig davon, wie die Lösung ausfällt, werden in der Sache noch viele Fragen aufkommen. Das letzte Wort beim Elbtower haben daher nun Senat und Bürgerschaft. Würde in 2025 noch eine Entscheidung fallen, könnte der 245 Meter hohe Elbtower rasch gebaut werden. Die Fertigstellung könnte 2028 abgeschlossen sein, ein realistischer Eröffnungstermin für das neue Museum könnte in 2029 fallen.
Benko-Ruine: Frist für Elbtower-Verhandlungen bis Ende Oktober verlängert - WELT
Die Frage, wie es mit dem Elbtower in Hamburg weitergeht, entwickelt sich zu einer Hängepartie. Der Insolvenzverwalter sicherte Investor Dieter Becken Exklusivrechte zu, die bislang ohne Nennung einer Frist verlängert wurden. Nun gibt erstmals ein fixes Datum.






