PfadnavigationHomeRegionalesHamburgTechnische ProblemeFertigstellung des Fehmarnbelttunnels verzögert sich wohlVeröffentlicht am 17.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDer Einsatz des Spezialschiffes „Ivy“ für die Absenkung der Tunnelelemente – hier in Rødbyhavn – verzögert sich seit MonatenQuelle: Bertold FabriciusDer Absenktunnel durch die Ostsee zwischen Lolland und Fehmarn kann voraussichtlich nicht bis 2029 gebaut werden, wie bislang geplant. Im Sommer war bereits bekannt geworden, dass sich die deutsche Inlandsanbindung des Tunnels um mehrere Jahre verzögert.Die dänische Projektgesellschaft der geplanten Fehmarnbeltquerung zwischen Norddeutschland und Dänemark rechnet mit einer Verzögerung bei der Eröffnung des Milliardenprojekts. Die Fertigstellung des Spezialschiffs „Ivy“ zum Absenken von Tunnelelementen habe sich so stark verzögert, dass es schwierig sein werde, das Ziel einer Eröffnung im Jahr 2029 zu erreichen, teilte die Planungs-, Bau- und Betreibergesellschaft Femern A/S mit. Das speziell für den Tunnel entwickelte Schiff müsse noch umfassende Tests durchlaufen und Genehmigungen erhalten, teilte Femern mit. Die Fertigstellung liege mittlerweile anderthalb Jahre hinter dem Zeitplan zurück. Den Tunnel innerhalb des ursprünglichen Zeitplans fertigzustellen, werde daher als „herausfordernd“ betrachtet. Es sei unklar, wie viel Zeit in den kommenden Jahren wieder aufgeholt werden könne. Bei der Bahnanbindung auf dänischer Seite liege man dagegen weiter im Zeitplan.Lesen Sie auchDen Planungen zufolge soll der Fehmarnbelttunnel eigentlich ab 2029 die deutsche Ostsee-Insel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels läuft bereits. Durch die Verbindung soll sich die Fahrtzeit zwischen den Großräumen Hamburg und Kopenhagen deutlich verkürzen.Bereits in diesem Frühjahr hatte die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf den Jahresbericht der staatlichen Holding-Gesellschaft Sund & Bælt berichtet, dass es hinsichtlich des Zeitplans der Fehmarnbeltverbindung große Herausforderungen gebe. Die Eröffnung bis Ende 2029 könnte sich demnach verschieben.Lesen Sie auchIm Sommer war durch einen Bericht des Eisenbahn-Bundesamtes bekannt geworden, dass die Deutsche Bahn die 88 Kilometer lange Inlandsanbindung des Fehmarnbelttunnels nicht bis 2029 fertiggstellen kann, wie bis dahin geplant. 55 Kilometer der Strecke werden neu gebaut. Der Engpass dabei ist vor allem der notwendige, 2,2 Kilometer lange Absenktunnel durch den Fehmarnsund. Die Einschätzung des Eisenbahnbundesamtes legte nahe, dass die Inlandsanbindung mit einer Bauzeit von rund sechseinhalb Jahren frühestens Ende 2032 fertiggestellt sein wird.Der Fehmarnbelttunnel und seine Anbindungen in Dänemark und Deutschland zählt zu den Fernwegeprojekten der Europäischen Union für eine engere Integration der EU. Die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen per ICE soll mithilfe des Tunnels von heutzutage fünf auf zweieinhalb Stunden halbiert werden. Der Güterverkehr durch den Tunnel wird um rund 160 abgekürzt, verglichen mit der heutigen Route über Jütland und Fünen.dpa/op