PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastHIV-Heilung: Neue Fortschritte in der ForschungVeröffentlicht am 17.09.2025Lesedauer: 3 MinutenRund 40 Millionen Menschen weltweit leben mit HIV. Heilungen gelten bisher als medizinische Ausnahme – doch neue Erkenntnisse wecken Hoffnung. Ein Fall aus Berlin zeigt, dass das Virus selbst unter unerwarteten Bedingungen verschwinden kann und liefert wichtige Hinweise für künftige Therapien.Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, warum Sterne funkeln.Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um den Stand der HIV-Forschung und die Frage, wie sich das Virus vollständig aus dem Körper entfernen lassen könnte. Professor Christian Gaebler, HIV-Forscher und Arbeitsgruppenleiter an der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin an der Charité und dem Berlin Institute of Health in der Charité, erklärt, wie moderne Medikamente die Infektion kontrollierbar machen und warum einzelne Heilungsfälle neue Wege eröffnen.Von der chronischen Infektion zur funktionellen HeilungHIV wird vor allem durch Sexualkontakte, Blut oder von der Mutter auf das Kind übertragen. Unbehandelt schwächt das Retrovirus das Immunsystem so stark, dass lebensbedrohliche Infektionen entstehen, die als AIDS bekannt sind. Antiretrovirale Kombinationstherapien verhindern heute die Virusvermehrung nahezu vollständig. Wer unter erfolgreicher Therapie steht, kann HIV nicht weitergeben – dieses Prinzip ist als „U = U“ („undetectable = untransmittable“) bekannt.Die wenigen bislang dokumentierten Heilungen traten bei Menschen auf, die zusätzlich an Blutkrebs erkrankt waren und deshalb eine Stammzelltransplantation benötigten. Dabei wird das geschädigte Immunsystem durch das eines gesunden Spenders ersetzt. Bei den meisten dieser Fälle wählten Ärztinnen und Ärzte Spender aus, deren Immunzellen einen Defekt am CCR5-Rezeptor aufweisen. Ohne diesen „Türgriff“ kann HIV nicht in die Zellen eindringen.Neue Therapieansätze dank eines ungewöhnlichen BefundsBemerkenswert am zweiten Berliner Patienten ist, dass seine Spenderzellen diesen Schutz nicht vollständig besaßen – und dennoch verschwand HIV dauerhaft. Das deutet darauf hin, dass weitere Mechanismen, etwa spezielle Antikörperreaktionen, beteiligt sein könnten. Stammzelltransplantationen sind zu riskant, um sie flächendeckend anzuwenden. Doch die Beobachtungen liefern wertvolle Ansätze, um weniger invasive Strategien zu entwickeln. Ziel ist es, das Immunsystem so zu beeinflussen, dass es HIV selbstständig kontrolliert oder eliminiert. Diese Erkenntnisse zeigen, dass eine Heilung von HIV prinzipiell möglich ist. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.