PfadnavigationHomePanoramaVerurteilter VergewaltigerMit Fußfessel, aber ohne Pass – Verdächtiger im Fall Maddie aus Haft entlassenVeröffentlicht am 17.09.2025Christian B., Hauptverdächtiger im Vermisstenfall Maddie McCann, kommt nach der Verbüßung seiner Haftstrafe wegen Vergewaltigung auf freien Fuß. Der 48-Jährige muss künftig allerdings eine Fußfessel tragen. Gerrit Schröder berichtet.2020 keimte plötzlich Hoffnung auf, das Verschwinden der dreijährigen Maddie in Portugal doch aufzuklären. Der Mann, den Ermittler in dem Fall unter Mordverdacht haben, ist nun aber frei.Der im Fall Maddie Verdächtige ist aus der Haft entlassen worden. Der 48-jährige Deutsche, Christian B., habe die Justizvollzugsanstalt im niedersächsischen Sehnde verlassen, sagte der Polizeipressesprecher vor Ort der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann hat eine Gefängnisstrafe, zu der er 2019 vom Landgericht Braunschweig im Wesentlichen wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt worden war, abgesessen. Christian B. soll dem „Spiegel“ zufolge nach seiner Haftentlassung eine Fußfessel tragen und seinen Reisepass abgeben. Im Fokus ist der mehrmals vorbestrafte Sexualstraftäter seit einigen Jahren, weil deutsche Ermittler ihn im Fall Madeleine McCann unter Mordverdacht haben. Das damals dreijährige britische Mädchen verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Appartementanlage in Praia da Luz in Portugal. Im Juni 2020 informierte die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend darüber, dass sie vom Tod des Mädchens ausgehe und einen Verdächtigen habe. Sein Verteidiger sprach mit Blick auf die Verdächtigungen öffentlich von einer „massiven Vorverurteilungskampagne“. Es gibt keine Anklage in dem Komplex und es gilt die Unschuldsvermutung. Für die deutschen Ermittlungen zu dem Fall aus Portugal sind die Strafverfolger aus Niedersachsen zuständig, weil der Verdächtige seinen letzten Wohnsitz in Braunschweig hatte.AFP/kami