Im Terminkalender auf ihrer Homepage war für diesen Dienstag bezeichnenderweise der Festakt zur Einweihung des neuen Landshuter Landratsamts eingetragen – jener Ort, an dem Ruth Müller vom kommenden Frühjahr an gerne arbeiten würde. Die Landtagsabgeordnete und Generalsekretärin der Bayern-SPD ist jetzt vom Kreisvorstand ihrer Partei als Landratskandidatin für die Kommunalwahl im März 2026 vorgeschlagen worden. Im Sommer hatte Müller bereits angekündigt, sich beim Landesparteitag Ende September in Landshut nicht mehr um das Amt der Generalsekretärin zu bewerben.Die 58-Jährige aus dem niederbayerischen Pfeffenhausen sitzt seit zwölf Jahren als Abgeordnete im bayerischen Landtag und war dort von 2021 bis 2024 stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Seit Januar 2023 ist sie Generalsekretärin der Bayern-SPD.Nun möchte sie in führender Position Verantwortung für den Landkreis Landshut übernehmen, wo sie bereits seit 1996 dem Kreistag angehört und aktuell SPD-Kreisvorsitzende ist. Außer Müller bewerben sich bislang auch Franziska Schmidt (Grüne), Claudia Geilersdorfer (CSU) und Alfred Holzner (FW) um die Nachfolge von Peter Dreier (FW), der nicht mehr zur Wahl antritt.Den stellvertretenden Generalsekretär der Bayern-SPD, Nasser Ahmed, zieht es ebenfalls in die Kommunalpolitik, um dort eine Rolle in der ersten Reihe zu übernehmen. Der 37-Jährige kandidiert im März für das Oberbürgermeisteramt in Nürnberg. Auch er bewirbt sich nicht mehr für das Amt des Vize-Generalsekretärs.