Nach gut vier Minuten, als er Hannah Arendt zitiert, bricht Friedrich Merz zum ersten Mal die Stimme. Es ist Montagabend, der Bundeskanzler hält eine Rede beim Festakt zur Wiedereröffnung der Synagoge in der Münchener Reichenbachstraße. Gerade spricht er über die Shoah, eine Tat, die „so monströs ist, die so radikal böse ist“, dass sie laut Arendt „einfach nicht hätte passieren dürfen unter uns Menschen“. Dann folgt eine Pause, die zu lang ausfällt, um rhetorisch gemeint zu sein.
Friedrich Merz’ Tränen: Darf ein Kanzler so emotional sein? Sollte er es sogar?
Friedrich Merz zeigt bei der Wiedereröffnung der Synagoge in München starke Gefühle, als er über die Shoah spricht. Auch seine Vorgänger im Amt haben emotionale Momente erlebt.







