Der Schauspieler und Regisseur Robert Redford ist Medienberichten zufolge gestorben. Wie die Chefin seiner Agentur laut einem Bericht der New York Times bekannt gab, starb Redford am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) in seinem Haus im US-Bundesstaat Utah. Er wurde 89 Jahre alt.

Redford zählte seit den späten 1960er-Jahren zu den bekanntesten US-Schauspielern. Rollen in Filmen wie „Der Clou“, „Die Unbestechlichen“ oder „Jenseits von Afrika“ machten ihn weltweit populär. Als Regisseur inszenierte er neun Spielfilme, für „Eine ganz normale Familie“ wurde er 1981 mit dem Oscar ausgezeichnet.

Redford engagierte sich auch politisch. Dem US-Präsidenten Donald Trump warf er bereits in dessen erster Amtszeit einen „Diktator-ähnlichen“ Angriff auf die amerikanischen Werte vor. „Wir befinden uns in einer Krise, die ich zu meinen Lebzeiten nie erwartet hätte“, schrieb der Oscar-Preisträger 2019 in einem Beitrag beim US-Sender NBC News. Trump bedrohe Werte wie Pressefreiheit, Respekt vor der Wahrheit und das Rechtsstaatsprinzip. Vor der Präsidentschaftswahl 2020 sprach sich Redford für den Demokraten Joe Biden aus.

Redford setzte sich zudem jahrelang für Umweltschutz und gegen den Klimawandel ein. In einer Rede vor den Vereinten Nationen forderte er 2015, alle Länder der Welt müssten einen Weg finden, künftig ohne fossile Brennstoffe auszukommen.