PfadnavigationHomePanoramaHamburg, Berlin und SchweizRazzia im Fall Block – Ermittler gehen gegen Ex-BND-Chef Hanning vorVeröffentlicht am 16.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDie Hamburger Polizei hat Räume einer Sicherheitsfirma von Ex-BND-Chef August Hanning wegen des Verdachts der Beteiligung an Entführungsplänen im Fall der Steakhaus-Erbin Christiana Block durchsucht.Im Fall der mutmaßlichen Kindesentführung durch Christina Block gerät nun auch Ex-BND-Chef August Hanning ins Visier der Ermittler. Bei einer Razzia wurden 13 Objekte durchsucht – auch ein früherer LKA-Beamter ist betroffen.Im Kriminalfall um die Entführung der Kinder der Steakhauskettenerbin Christina Block sind Ermittler am Dienstag zu einer Razzia gegen den ehemaligen Präsidenten des Bundesnachrichtendiensts (BND), August Hanning, und weitere Beschuldigte ausgerückt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mit. Der 79-jährige Hanning und ein früherer Mitarbeiter des Hamburger Landeskriminalamts sollen als „Verantwortliche einer Sicherheitsfirma“ unter anderem einen gescheiterten früheren Entführungsversuch 2022 geplant haben. Dafür sei eine Summe von über 100.000 Euro gezahlt worden.Wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg in einer Pressemitteilung bestätigte, wurden insgesamt 13 Durchsuchungsbeschlüsse im In- und Ausland vollstreckt. Betroffen waren acht Wohn- und Geschäftsadressen der Beschuldigten sowie fünf weitere Objekte von Nichtverdächtigen. Die Maßnahmen fanden unter anderem in Hamburg, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und der Schweiz statt.Lesen Sie auchNach Erkenntnissen der Ermittler sollen mehrere Mitarbeiter einer israelischen Sicherheitsfirma in der Silvesternacht 2023/24 den damals zehnjährigen Sohn und die 13-jährige Tochter aus dem Haus ihres Vaters in Dänemark geholt und gewaltsam nach Deutschland gebracht haben. Stephan Hensel wurde bei der Aktion niedergeschlagen. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte mit: „Die dafür womöglich notwendige Gewaltanwendung sollen die Betroffenen vorab gebilligt haben.“ Dass die Entführung letztlich scheiterte, sei lediglich der Aufmerksamkeit des Vaters zu verdanken, der verdächtige Personen an seinem Wohnhaus bemerkte und die dänische Polizei einschaltete. Lesen Sie auchEin weiterer Vorwurf betrifft den Versuch, den Kindesvater und dessen familienrechtlichen Beistand durch falsche Anschuldigungen im Bereich der Pädokriminalität zu diskreditieren. Laut Generalstaatsanwaltschaft sollen sich die Beschuldigten hierzu mit der Mutter der Kinder sowie Verantwortlichen einer israelischen Sicherheitsfirma abgesprochen haben. Lesen Sie auchIn der Pressemitteilung heißt es, dass im Rahmen dieser Diskreditierungsstrategie im September 2023 eine Festplatte mit über 500 kinderpornografischen Bild- und 64 Videodateien auf dem Gelände des Kindesvaters platziert wurde. Diese sei durch die israelische Firma beschafft worden. Auch dieser Aspekt ist nun Gegenstand laufender Ermittlungen.rct/ceb
Hamburg, Berlin und Schweiz: Razzia im Fall Block – Ermittler gehen gegen Ex-BND-Chef Hanning vor - WELT
Im Fall der mutmaßlichen Kindesentführung durch Christina Block gerät nun auch Ex-BND-Chef August Hanning ins Visier der Ermittler. Bei einer Razzia wurden 13 Objekte durchsucht – auch ein früherer LKA-Beamter ist betroffen.







