Die Polizei geht nach dem Brand an einem Stellwerk der wichtigen Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover von schwerer vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Spurenlage an dem Stellwerk in Lehrte deute darauf hin, teilte eine Sprecherin der Polizei Hannover mit. Die Kriminalpolizei habe entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Zuvor hatten die Hannoversche Allgemeine Zeitung und der NDR berichtet.
Am Samstag hatte ein Sicherungskasten des Stellwerks gebrannt. Er befand sich der Bundespolizei zufolge etwa zwei Kilometer von dem Stellwerk entfernt. Der Kriminaldauerdienst sicherte daraufhin Spuren und nahm den Kasten mit, um ihn zu untersuchen.
Durch den Brand wurde der Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Angesichts bundesweit ähnlicher Vorfälle in jüngerer Vergangenheit ermittelt der Staatsschutz. Eine politische Motivation ist nach Polizeiangaben nicht auszuschließen. Bisher gibt es nach Angaben der Polizei Hannover noch keine Verdächtigen.
Mittlerweile läuft der Verkehr auf der Strecke wieder fast regulär. Seit Kurzem können auch die Fernzüge von Hannover in Richtung Berlin wieder ohne Umleitung fahren, wie ein Bahnsprecher mitteilte. In Gegenrichtung war dies bereits der Fall. Somit seien Fernzüge zwischen den beiden Städten wieder ohne nennenswerte Verzögerungen unterwegs. Vereinzelte Züge müssten jedoch noch entfallen, hieß es weiter.







