Unweit der Eckfahne ballte Kapitän David Raum die Hände, während Abwehrchef Willi Orban noch am Mittelkreis stand, um den Bizeps zu spannen und sich auf die breite Brust zu schlagen. Zwei Führungsspieler von RB Leipzig bemühten mit Schlusspfiff des Bundesligaspiels beim FSV Mainz 05 ähnliche Jubelgesten. Der 1:0-Sieg, der zweite Erfolg der Saison, war schließlich ein hartes Stück Arbeit gewesen. Dass sich zwei kernige Verteidiger am meisten freuten, ehe im großen Kreis die Wasserflaschen spritzten, hatte seinen Grund: Wertvoller als die feine Einzelleistung des Neulings Johan Bakayoko zum entscheidenden Treffer in der 40. Minute wirkte die kollektive Kraftanstrengung, den Vorsprung ins Ziel zu retten. Nach der verkorksten Vorsaison und kurzzeitiger Ernüchterung beim diesjährigen Saisonstart scheinen sich die Leistungen der Sachsen allmählich zu stabilisieren.
„Wir haben im Sommer unglaubliche individuelle Qualität verloren, deshalb braucht alles seine Zeit“, sagte RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer, der bester Laune in der Mixed Zone der Mainzer Arena die „mannschaftliche Geschlossenheit“ lobte. Zweimal hintereinander ohne Gegentor zu spielen, „gibt Auftrieb und hilft uns in der Entwicklung“.







