Den Spott bekam Virgil Ghita gratis dazu. Reichlich euphorisiert hatte sich Hannovers Abwehrspieler vor eine Kamera gestellt und den 2:1-Sieg bei Holstein Kiel bejubelt, bei dem Ghita, 27, ein Tor gelungen war. Nur mit dem Namen seines neuen Klubs haperte es. Der Rumäne sprach auf Englisch, einmal ging alles gut („Dear 96-Fans“), einmal gehörig schief. „69 till the end“, rief Ghita den Anhängern zu: Hannover 69 bis zum Ende.

Im Internet ging der Zahlendreher flink viral. Es birgt eben auch Risiken, sich einen komplett neuen Kader mit gleich 17 Zugängen (!) aus zahlreichen Ländern inklusive eines neuen Trainerteams zu gönnen. Wobei sowohl bei Hannover 69 als auch bei Hannover 96 momentan klar die Vorteile dieses Komplettumbaus überwiegen. Nach tristen Zweitligajahren, in denen der Klub immer mehr oder weniger als Aufstiegsmitfavorit galt, dieses Etikett aber nie rechtfertigen konnte, entschied sich 96 im Sommer zu einer Radikalrenovierung.

Hannover 96

Absturz in 115 Tagen

Unter André Breitenreiter hat Zweitligist Hannover 96 wohl alle Aufstiegschancen verspielt – deshalb muss er schon wieder gehen. Martin Kind gesteht Fehler ein und warnt.