Kasper Hjulmand reckte beide Fäuste in den Himmel und brüllte seine Freude heraus, auch Simon Rolfes machte einen Jubelsprung: Bayer Leverkusen hat beim Debüt seines neuen Trainers die Bayern-Jäger von Eintracht Frankfurt ausgebremst. Beim 3:1 (2:0) gegen ihren Lieblingsgast traf die Werkself am Ende sogar in doppelter Unterzahl und fand nach turbulenten Tagen wieder in die Spur. „Drei Punkte – ich bin sehr froh“, sagte Hjulmand. Es sei ein Abend gewesen, an dem sehr viel passiert sei. Bayer-Torschütze Patrik Schick berichtete: „Wir haben eine klare Aufgabe bekommen, was wir auf dem Platz machen sollen – nichts Kompliziertes.“ Genau das hätten sie auch gemacht. „Dieser Sieg hilft uns sehr viel“, betonte Schick beim Sender Sky.

Ein Eigentor von Frankfurts Torhüter Michael Zetterer (10.) nach einem Freistoß von Alejandro Grimaldo, ein Treffer von Patrik Schick (45.+4, Foulelfmeter) und ein weiterer Freistoß von Grimaldo (90.+8) bescherten Bayer den ersten Saisonsieg. Daran änderten auch der Anschluss durch Can Uzun (52.) sowie die gelb-roten Karten gegen Bayer-Kapitän Robert Andrich (59.) und Debütant Equi Fernández (90.+2) nichts. „Wir haben Leverkusen fast ein bisschen eingeladen“, sagte Frankfurts Kapitän Robin Koch: „Mit dem Ball ist uns zu wenig eingefallen.“ Und Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche bilanzierte: „Leider haben wir heute genau das gemacht, was Leverkusen wollte.“