PfadnavigationHomePolitikDeutschlandThüringenThomas Kemmerich tritt aus FDP aus – Parteispitze reagiert kühlVeröffentlicht am 12.09.2025Lesedauer: 2 MinutenDer Vorsitzende der FDP in Thüringen, Thomas Kemmerich, hat vor wenigen Tagen seinen Austritt aus der FDP erklärt. Bisher blieb er vage, was den Grund angeht.Nach knapp zwanzig Jahren Parteimitgliedschaft verlässt Thomas Kemmerich die FDP. Seine Vorstellungen von der Zukunft Deutschlands und die inhaltliche Ausrichtung der Partei hätten sich auseinanderentwickelt, sagt er. FDP-Chef Dürr antwortet knapp.Der Vorsitzende der FDP in Thüringen, Thomas Kemmerich, verlässt seine Partei. Das teilte er in einem Posting auf X mit, das eine Abbildung eines persönlichen Schreibens an den FDP-Bundesvorstand beinhaltet.„Lieber Christian“, schreibt Kemmerich darin an den FDP-Vorsitzenden Christian Dürr, „nach annähernd zwanzig Jahren Mitgliedschaft (...) bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass sich meine Vorstellungen von der Zukunft unseres Landes und die inhaltliche Ausrichtung der Partei auseinanderentwickelt haben“.Sein Engagement für die freiheitlichen Grundwerte bleibe unverändert. Nähere Angaben zu den Gründen seiner Entscheidung und den weiteren Schritten nannte Kemmerich in seinen Posts und dem von ihm veröffentlichten Schreiben mit Datum vom Donnerstag nicht. „Ich melde mich die Tage zu allem nochmal ausführlich“, kündigte der Vater von sechs Kindern auf Instagram an. Dort veröffentlichte er außerdem ein kurzes Video, dass ihm beim Verlassen eines Gebäudes zeigt – versehen mit dem Schriftzug „Wenn sich eine Tür schließt …“.Die FDP-Spitze reagierte betont distanziert auf Kemmerichs Austritt. „Die FDP will eine starke freiheitliche Reformpartei sein und kein Nischenangebot“, teilte Bundeschef Dürr in Berlin mit. „Dass Thomas Kemmerich diesen Weg nicht mitgehen wollte, respektiere ich“, fügte der Vorsitzende an.Lesen Sie auchThomas Kemmerich erlangte bundesweite Bekanntheit, als er am 5. Februar 2020 überraschend zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt wurde – wohl mit Stimmen von CDU, AfD und FDP. Kemmerich nahm die Wahl an, konnte aber keine Regierung bilden und ernannte keine Minister. Thüringen stürzte damals in eine tiefe Regierungskrise, bei der sich schließlich auch die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel einschaltete.Das Ergebnis müsse „wieder rückgängig gemacht werden“, sagte sie damals und bezeichnete die Wahl als „unverzeihlich“. Nach bundesweiten Protesten und innerparteilichem Druck trat Kemmerich damals zurück. Seither galt seine Beziehung zur Bundes-FDP als belastet.Trotz der Diskussionen um seine Person und herber Einbußen der FDP bei der Landtagswahl im September vergangenen Jahres bestätigten die Thüringer Liberalen Kemmerich im Oktober allerdings erneut als Landesvorsitzenden im Amt. Den Landesverband seiner Partei leitet der 60-Jährige bereits seit 2015.lay mit dpa
Thomas Kemmerich tritt mit Brief aus FDP aus – Parteispitze reagiert kühl - WELT
Nach knapp zwanzig Jahren Parteimitgliedschaft verlässt Thomas Kemmerich die FDP. Seine Vorstellungen von der Zukunft Deutschlands und die inhaltliche Ausrichtung der Partei hätten sich auseinanderentwickelt, sagt er. FDP-Chef Dürr antwortet knapp.






