PfadnavigationHomeRegionalesBayernDGB: «Tarifflucht» kostet Staat und Beschäftigte MilliardenVeröffentlicht am 12.09.2025Lesedauer: 3 MinutenDer bayerische DGB-Chef Bernhard Stiedl sieht Milliardenverluste für Staat und Beschäftigte durch «Tarifflucht». (Archivbild)Quelle: Matthias Balk/dpaWer in einem Betrieb mit Tarifbindung arbeitet, verdient meist mehr als Kollegen in einem Unternehmen ohne. Der DGB hat ausgerechnet, wie sich das auf Staat, Sozialsysteme und Einkommen auswirkt.Würden alle Beschäftigten in Bayern nach Tarif bezahlt, brächte das nach Berechnungen des DGB Milliarden für Staat und Beschäftigte. Alleine in den Sozialsystemen liege der Unterschied bei sieben Milliarden Euro pro Jahr, heißt es vom Gewerkschaftsbund, bei den Steuern seien es 4,1 Milliarden und bei den Beschäftigten rund 9,5 Milliarden Euro. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft kritisiert die Position des DGB allerdings als «weltfremd».Basis der Berechnung des DGB sind Zahlen zur Tarifbindung sowie zu Lohnunterschieden in den Betrieben. «Wer nicht nach Tarif bezahlt wird, hat im Schnitt 2.671 Euro netto pro Jahr weniger zur Verfügung», heißt es vom DGB in Bezug auf Bayern. In Kombination mit einer Tarifbindung von nur noch rund 45 Prozent im Freistaat im vergangenen Jahr ergeben sich die oben genannten rechnerischen Unterschiede.«Diese Zahlen belegen eindrucksvoll: Tarifverträge sichern nicht nur faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, sie sind zugleich ein gesamtgesellschaftlicher Gewinn», betont der Vorsitzende des DGB Bayern, Bernhard Stiedl. «Eine hohe Tarifbindung ist kein Hemmschuh, sondern
DGB: «Tarifflucht» kostet Staat und Beschäftigte Milliarden - WELT
Wer in einem Betrieb mit Tarifbindung arbeitet, verdient meist mehr als Kollegen in einem Unternehmen ohne. Der DGB hat ausgerechnet, wie sich das auf Staat, Sozialsysteme und Einkommen auswirkt.






