Das unwahrscheinliche Happy End: Für eine aus Kasachstan nach Dinkelsbühl in Bayern geflüchtete Familie könnte es tatsächlich gelingen. Mitte August ist die Ärztin Nazgul Z., die mit ihren drei Kindern erfolglos in Deutschland um Asyl gebeten hatte, in ihre Heimat ausgereist. Dort hat sie bei der deutschen Botschaft ein Ausbildungsvisum für Deutschland beantragt.

Wenn alles klappt, wird sie damit legal nach Bayern zurückkommen dürfen. Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags hatte der Familie im Juli diesen Weg vorgeschlagen. Zuvor hatten sich zahlreiche Bürger dafür eingesetzt, dass die Familie bleiben dürfe, da beide Eltern gesuchte Fachkräfte sind. Die SZ hatte über den Fall berichtet.

Der Weg, den die Familie nun gehen muss, wird von der bayerischen Politik gerne als einfache Lösung propagiert: Wer von seiner Ausbildung her eine gesuchte Fachkraft ist, solle doch bitte ausreisen und auf dem Weg der Arbeitsmigration nach Deutschland kommen. Der Fall der Ärztin Nazgul Z., die nur mit abgekürztem Namen genannt werden möchte, zeigt aber auch: Der Weg existiert eigentlich nur in der Theorie. Monika Hoenen vom Helferkreis in Dinkelsbühl ist genau darüber verärgert: „Der Petitionsausschuss suggeriert, der Familie stünde hier ein Weg offen, den es aber de facto gar nicht gab.“