E
s gibt den sanften Tod und den qualvollen, den friedlichen und den bitteren, den schnellen und den langsamen Tod, es gibt den wohlbedachten und den jähen, völlig unvorbereiteten Tod. Der Wiener Journalist und Lehrer Niki Glattauer hat ihn sehr sorgfältig vorbereitet, mit Assistenz der österreichischen „Gesellschaft für ein humanes Lebensende“. Glattauer war 66 Jahre alt und unheilbar krebskrank: Er hat daher den Tod gewählt, den man „begleiteten Suizid“ nennt. Seine letzten Worte waren: „Schön. Wow!“ So jedenfalls hat es sein Bruder, der österreichische Schriftsteller Daniel Glattauer, erzählt. „Wir haben“, so sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA, „im Kreis der Familie einen schönen letzten Abend miteinander verbracht. Wir haben Karten gespielt, gegessen, getrunken, gelacht und geweint.“ Am Donnerstagmorgen sei Niki dann daheim „friedlich, entspannt, ohne Ängste und ohne Schmerzen vor unseren Augen eingeschlafen“.






