Oliver Kalkofe, beinahe 60, Komiker, wünscht sich zu seinem Geburtstag, den er am Freitag feiert, eine entspanntere Gesellschaft: „Dass die Menschen wieder etwas ruhiger und bedachter werden, bevor sie einfach losblöken“. Denn, so sagte er Interview mit dem Stern: „Nachdenken tut gar nicht weh.“ Auch im deutschen Humor mache er mehr Feingefühl aus. „Wenn man sich anschaut, welche Witze früher über Schwule, über Frauen, über Minderheiten gemacht wurden, muss man feststellen, dass da glücklicherweise eine ganz andere Sensibilität herrscht.“ Die Aussage, man dürfe heute gar nichts mehr sagen, halte er für Quatsch. „Früher war es in Wirklichkeit viel restriktiver, weil Kirche und Politik wesentlich mehr Druck auf die Medien ausübten, ganz offiziell.“

(Foto: Thomas Banneyer)

Bastian Pastewka, 53, Komiker, lehnt Preise fürs Lebenswerk ab. „Das muss man vermeiden“, sagte er der Deuschen Presse-Agentur. „Weil es sagt immer: Du bist jetzt in einem gewissen Alter, wo es schön wäre, wenn es vielleicht auch dein letzter Preis wäre.“ Er wolle seinen Beruf aber noch weiter ausführen. „Das Schönste ist, wenn man preislos durchs Leben geht“, sagte er. „Wie viele andere normale Menschen auch.“ Seinem Kollegen Otto Waalkes, 77, der beim Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk geehrt wurde, gönnt Pastewka die Auszeichnung aber. „Otto Waalkes ist fantastisch. Da gibt es nix zu sagen.“