Im Rennstall UAE ist Tadej Pogacar so etwas wie die Sonne: Alles kreist um den vierfachen Tour-de-France-Sieger und Klassikerdominator. Die Taktik der übrigen Fahrer seines Teams ist stets darauf ausgelegt, dass Pogacar wie am Fließband gewinnt. Bei der aktuell laufenden Spanienrundfahrt erlebt die Equipe allerdings eine andere Situation: Der Slowene fehlt in ihrer Mitte. Aber kopflos oder gar chaotisch fährt das Team trotzdem nicht umher, im Gegenteil.
Sieben der bislang 16 Vuelta-Etappen haben Fahrer der Equipe aus den Emiraten gewonnen. Der elfte Tagesabschnitt wurde von der Rennleitung aufgrund propalästinensischer Proteste ohne Sieger gewertet. Am Dienstag verlegten die Verantwortlichen wegen abermals ausufernden Pro-Israel-Demonstrationen das Ziel spontan acht Kilometer nach vorne. Der Kolumbianer Egan Bernal von Ineos Grenadiers gewann die somit verkürzte 16. Etappe vor Mikel Landa aus Spanien (Team Soudal Quick-Step). Der Deutsche Nico Denz vom oberbayerischen Rennstall Red-Bull-Bora-Hansgrohe kam auf Rang vier ins Ziel.
UAE hat somit fast die Hälfte aller zu gewinnenden Etappen für sich entschieden. Besonders im Gebirge und an steilen Bergankünften, für die die Vuelta berüchtigt ist, feiert der Rennstall einen Erfolg nach dem anderen. Bis zum Sieg von Mads Pedersen (Lidl-Trek) am vergangenen Sonntag sogar vier in Serie.







