PfadnavigationHomePanoramaTrotz HausverbotAngriffe, Belästigung, Pöbelei – Stadthaus in Buxtehude musste wegen Gewalttäter tagelang schließenVeröffentlicht am 09.09.2025Lesedauer: 3 MinutenNach mehreren Vorfällen mit einem sudanesischen Flüchtling musste das Rathaus Buxtehude zeitweise schließen. Trotz Straftaten ist eine Abschiebung wegen subsidiärem Schutzstatus nicht möglich. WELT-Reporter Gerrit Schröder berichtet.In Buxtehude (Niedersachsen) musste das örtliche Bürgerbüro mehrere Tage lang schließen. Nach Medienberichten hatte ein psychisch auffälliger Mann dort immer wieder randaliert, auch die Polizei wurde mehrfach hinzugezogen.Ob Angelscheine oder amtliche Beglaubigungen – für all das müssen die Einwohner von Buxtehude (Niedersachsen, knapp 40.000 Einwohner) ihr örtliches Bürgerbüro besuchen. Das „Stadthaus“, wie die Gemeinde selbst ihren Verwaltungssitz nennt, war jedoch in den vergangenen zwei Wochen für den Publikumsverkehr nahezu geschlossen, wie nun unter anderem die „Bild“-Zeitung meldet. Der Grund seien wiederholte Aggressionen durch einen psychisch auffälligen Flüchtling, der bei seinen Gewaltausbrüchen auch schon einen Menschen schwer verletzt haben soll.Der erste Stadtrat Ralf Dessel wird in der „Bild“ mit den Worten zitiert: „Wir mussten das Stadthaus aus Sicherheitsgründen für den allgemeinen Publikumsverkehr schließen. Das Gebäude konnte man nur noch betreten, wenn man einen Termin hat.“ Ab dieser Woche (Montag, d. Red.) sollte dann wieder ein normaler Publikumsverkehr möglich sein.Die Stadt ergriff vorsichtshalber aber auch andere Vorsichtsmaßnahmen gegen den Mann, der aus dem Sudan stammen soll. „Wir haben nun seit gut 10 Tagen einen privaten Sicherheitsdienst engagiert. Der wird zunächst bis auf unbestimmte Zeit bleiben, bis wir wissen, wie es mit dem Mann weitergeht“, wird Dessel weiter zitiert. Der Sicherheitsdienst koste, so will „Bild“ wissen, etwa 500 Euro pro Tag.Aktuell wird der Angreifer in der Psychiatrie behandeltAuch das „Tageblatt“ hatte über eine „Gewaltserie“ im Umfeld des Buxtehuder „Stadthauses“ berichtet. Der obdachlose Mann soll bereits mehrfach durch Körperverletzungen, sexuelle Belästigung und Beleidigungen aufgefallen sein. Für das „Stadthaus“ sei deshalb ein Hausverbot ausgesprochen worden. Als der Mann jedoch erneut auftauchte, musste er durch vier Polizisten gebändigt werden. Aktuell sitze er in der Psychiatrie, eine Abschiebung in seine Heimat sei nicht möglich, heißt es in dem Artikel weiter.Auch WELT-Reporter Gerrit Schröder hat vor Ort über den Fall recherchiert und bestätigte im Gespräch mit WELT-Moderator Carsten Hädler das Geschehen weitgehend. Lesen Sie auchIhm zufolge könne der Mann nicht abgeschoben werden, da er über einen subsidiären Schutzstatus verfüge. Unter anderem der Flüchtlingsrat Niedersachsen hatte in den vergangenen Jahren vor Sicherheitsrisiken und Verfolgung in dem Land gewarnt. Ein (befristeter) Abschiebestopp des Bundeslandes endete allerdings im Jahr 2023. Im Sudan herrscht jedoch weiterhin Bürgerkrieg, sodass Rückführungen aus Deutschland nahezu ausgeschlossen sind.Der Mann lebe schon seit etwa zehn Jahren in Deutschland und sei in der Region mehrfach auffällig geworden, ergab die WELT-Recherche weiter. Zuletzt etwa habe der Sudanese im benachbarten Horneburg einen Apotheker mit einem Faustschlag im Gesicht schwer verletzt. Das Opfer habe dabei fast sein Augenlicht verloren, berichtete Reporter Schröder weiter. Der Angreifer sei dann zur weiteren Unterbringung weiter nach Buxtehude geschickt worden, wo er seit Anfang August für Unruhe sorgte.Der Mann, der gut Deutsch spreche, habe dabei laut WELT-Informationen zunächst sogar einen freundlichen Eindruck gemacht. Bei Negativbescheiden oder Ablehnungen jedoch sei er „sehr ausfallend“ geworden, und habe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung wiederholt „belästigt und beleidigt“. Daraufhin sei das bereits erwähnte Hausverbot ausgesprochen worden, an dass sich der Mann jedoch nicht gehalten habe. Die aktuelle Unterbringung in der Psychiatrie sei jedoch keine Dauerlösung, auch wenn der Landkreis nun prüfe, ob diese auch längerfristig erfolgen könne. krott
Buxtehude: Angriffe, Belästigung, Pöbelei – Stadthaus musste wegen Gewalttäter tagelang schließen - WELT
In Buxtehude (Niedersachsen) musste das örtliche Bürgerbüro mehrere Tage lang schließen. Nach Medienberichten hatte ein psychisch auffälliger Mann dort immer wieder randaliert, auch die Polizei wurde mehrfach hinzugezogen.






