Mafia ist Männersache, Literatur über sie auch, Frauen fehlen, so scheint es: Mario Puzos „Der Pate“ (1969) und Roberto Savianos „Gomorrha“ (2006) etwa gelten als Schlüsselwerke, die Autoren wurden durch sie weltberühmt. Leonardo Sciascia, der große sizilianische Schriftsteller, gilt gar als Erfinder des Genres, als derjenige, der 1968 mit seinem Roman „Der Tag der Eule“ das erste literarische Werk überhaupt über die Mafia verfasst hat. Doch das stimmt so nicht: Einer Frau wird diese Ehre zuteil, Livia de Stefani. Ihr Buch „La Vigna di uve nere“ („Der Weinberg der schwarzen Trauben“) war bereits 1953 erschienen.
Einer der ersten Mafia Romane überhaupt: "Trauben schwarz wie Blut" von Livia di Stefani
Der Ursprung der Gewalt ist in der Mafia immer die Familie. Livia di Stefanis Roman "Trauben schwarz wie Blut" macht deutlich, wie es dazu kommt.






