Handschläge hat es zwischen David Alaba und Ralf Rangnick immer wieder gegeben, aber nicht immer sahen sie so aus wie am Samstagabend in Linz. In der 70. Minute spazierte der Fußballer Alaba beim Stand von 1:0 im Spiel gegen Zypern vom Platz und ging zu seinem Trainer, für einen handelsüblichen Handshake. So weit, so unscheinbar. Wäre da nicht die Tatsache, dass Kapitän und Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren die meiste Zeit nebeneinander auf der Bank saßen – und es daher besonders war, dass Alaba überhaupt mal wieder seinen Platz auf dem Feld eingenommen hatte. Da, wo Rangnick ihn am dringendsten benötigt.
37 Spiele hat Rangnick inzwischen als Teamchef in seiner Wahlheimat Österreich absolviert, innerhalb von etwas mehr als drei Jahren. Er hat sich angefreundet mit der Landeskultur, hat sogar mal ein Lied samt Ansätzen von Dialekt aufgenommen („Hoch gwimmas (n)imma“, 2024) und hat die Querelen mit dem Fußballverband ertragen, ohne zu flüchten. Rangnick hat sich in den vergangenen Jahren Angebote angehört und sie abgelehnt, was viele in Österreich anerkennen. Was er allerdings in all der Zeit viel zu selten gemacht hat: David Alaba trainiert.
Bundestrainer Nagelsmann








